Wildsauseo – SEO Contest

Im Bereich SEO Contests war es die letzten Monate und Jahre wirklich sehr ruhig, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass die Branche ausreichend Aufträge und damit wenig Zeit für solche Spielereien hat. Pünktlich zum SEO Day in Köln veranstaltet Fabian Rossbacher jetzt aber (endlich) einen neuen Wettbewerb für Suchmaschinenoptimierer für das Keyword Wildsauseo.

Was genau ist der Wildsauseo Contest?

Beim Wildsauseo Contest geht es darum, zum Stichtag mit dem Suchbegriff Wildsauseo auf Platz 1 zu ranken. Derjenige, der das schafft, bekommt neben Ruhm und Ehre auch tolle Preise.

Beim SEOkanzler Contest oder beim SEOphonist Contest, die wir übrigens beide gewonnen haben, konnten wir tolle Gewinne einfahren und die persönliche Reichweite ordentlich steigern. Für eher unbekannte oder neue SEOs kann der Gewinn des Wildsauseo Contests also zur Steigerung der persönlichen “Markenbekanntheit” und der Reputation durchaus sehr förderlich sein.

warum Wildsauseo?

Wie Fabian bzw. das Team vom SEO Day genau auf den Namen Wildsauseo gekommen ist, bleibt aktuell noch unbeantwortet. Möglicherweise deshalb, weil sich früher viele SEOs wie die Wildsäue benommen haben: Massive und häufig automatisierte Contentwüsten und dubiose Links aus den unterschiedlichsten und oft nicht themenrelevanten Quellen? Wir werden sehen!

Macht Contentking.de beim Wildsauseo Contest mit?

Die Antwort ist JAIN! So gerne wir das tun würden, aber uns fehlt aktuell einfach die Zeit dazu! Noch vor wenigen Jahren hätte man einen solchen SEO Contest mit Leichtigkeit gewinnen können: gespinnte Inhalte, automatisierte Updates, Feed-Integrationen, automatisierte Bespielung der Social-Media-Kanäle und ontop drei handvoll kostenlose Backlinks für die OffPage-Optimierung. Aber SEO hat sich stark verändert in den letzten Jahren und mit ein paar Stunden Arbeitseinsatz ist es sicher nicht mehr getan! Das wissen wir aus den letzten Contests an denen wir teilgenommen haben. In Summe müssen da sicher mehrere Tage Arbeit einfließen, um sauber zu performen und für Wildsauseo auf der ersten Position zu ranken. Aber: da wir trotz wenig Aufwand nun schon wochenlang für WildsauSEO in den Top10 ranken, überlegen wir doch noch mitzumischen.

Contest Ranking Monitoring

Bei den letzten SEO Contests hat DYNAPSO.com die Rankings im Viertelstunden-Takt überwacht und den Teilnehmern des Wettbewerbs ein praktisches Widget zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr hat SISTRIX diese Aufgabe übernommen und misst immerhin alle 60 Minuten neu.

Wer mehr Informationen zum Wildsauseo Contest haben möchte, der kann sich auf der offiziellen Seite https://www.seo-day.de/wildsauseo-seo-contest-gestartet informieren.

Kundenbewertungen
5,0 Sterne
4,9/5

WildsauSEO Update

Wir haben seit dem initialen Post hier im contentking-Magazin (man darf ja nicht mehr Blog sagen, habe ich gehört), keinen frischen Content gepostet. Da Google aufgefrischte Inhalte aber eigentlich sehr gerne hat und zwischenzeitlich auch einige geschätzte langjährige SEO-Kollegen doch noch zum WildsauSEO Contest beigetreten sind, ziehen wir mit in Jagd und überlassen das Spielfeld nicht einfach so irgendwelchen anderen unbekannten Jägern.

Außerdem ist es eben auch sehr spannend wieder ein paar SEO-Maßnahmen zu vertesten, wie z.B. das Content-Freshup und Wildsauseo-Content-Update hier.

Neue Contest Teilnehmer am Start

Wie bereits erwähnt, freuen wir uns wirklich, dass alte SEO-Wegbegleiter und langjährige SEO-Buddies wie Martin Mißfeldt oder Olaf Kopp nun ebenfalls mitmischen und versuchen für WildsauSEO auf die vorderen Plätze zu kommen. Und da ich noch nie linkgeizig war, gibt es eben auch eine digitale Empfehlung zur deren digitaler Wildsauerei. Mehr Linkliebe für alle!

Beobachtungen zum WildsauSEO Contest und den Google Rankings

Das Tolle an solchen Contest kann ja durchaus die sich daraus ergebende Lernkurve in Sachen Suchmaschinenoptimierung sein, die man aber natürlich nie 1:1 auf echte Projekte mit echten Keywords übertragen darf, weil der hier optimierte Begriff semantisch keinerlei Relevanz haben kann. Trotzdem kann man immer wieder einige Dinge und Regeln ganz gut bei der Suche beobachten:

  1. Alte gut eingeführte und verlinkte Domains ranken schneller und viel stabiler. Das sieht man recht gut an Martins tagseoblog.de. Er ist erst vor wenigen Stunden eingestiegen und rankt bereits in den Top5 FÜR WILDSAUSEO. Klar, alte Domain, viel Trust und viele Backlinks. Das hilft einfach enorm weiter.
  2. EMD (exact match domains) oder auch Keyworddomains ranken bisher überhaupt nicht gut! Die wildsauseo.org ist irgendwo unter “ferner liefen” auf Platz 81 zu finden. Vom Rest keine Spur! Das war noch vor wenigen Jahren anders. Da waren immer direkt die Keyworddomains in den Top10 zu finden.
  3. Links: Backlinks zu den entsprechenden Wildsauseo-URLs und Dokumenten spielen nach wie vor eine wichtige Rolle. Wie bereits in Punkt 1. erwähnt das Thema Links an sich, also wie gut ist die gesamte Domain verlinkt auf der der WildsauSEO-Content publiziert ist. Dann aber auch Deeplinks direkt auf das optimierte Dokument. Lustigerweise packen dann am Ende (trotz 2019) doch alle wieder die alten Methoden aus und nutzen beispielsweise Presseverteiler, um ein ersten Grundrauschen und überhaupt einen Link zu erzeugen (so auch Marcel Schrepel, der erst kürzlich beschlossen hat, selber Mr. WildsauSEO zu sein).
  4. Contentmenge: auch die Contentmenge scheint zum aktuellen Zeitpunkt noch eine Rolle zu spielen, auch wenn Kollege Mark Münch sehr minimalistisch mit seiner diestelcamp-consulting.de zumindest noch in den Top20 für den Suchbegriff WildsauSEO zu finden ist.
  5. Schreibweisen: Der Contest Suchbegriff ist Wildsauseo und trotzdem verwenden viele der Teilnehmer auch die nicht zusammen geschrieben Variante Wildsau SEO. Interessant ist dabei, dass die Suchergebnisse hier fast identisch sind und auch Dokumente eine Slot in den Rankings bekommen, die nur die zusammen geschriebene Wortvariante verwenden. Suchmaschinen wie Google können das also durchaus schon unterscheiden, clustern und verstehen.
  6. Contentarten: In den Top20 sind verschiedenste Contentarten zu finden, es fällt allerdings auf, dass Glossar Einträge (im Lexikon-Stil) scheinbar gut performen. Sowohl Uwe Tippmann von seo-united.de, als auch Olaf mit sem-deutschland.de spielen den Wildsauseo Content im Lexikon. Transaktionale Inhalte sind so gut wie nicht vorhanden, irgendwo auf Platz 50 rankt eine spreadhirt-Landingpage, auf der man ein Wildsauseo T-Shirt kaufen kann.
  7. Schema.org Markup: hier wird es besonders spannend, weil viele der Teilnehmer des WildsauSEO Wettbewerbs den Content mit entsprechendem Markup aufwerten wollen. Meist mit Erfolg: neben FAQpages, findet man Rezepte, Events und natürlich die guten alten Rich Snippets in Form von Sterne-Bewertungen.
  8. Bilder: viele der Teilnehmer legen sich richtig ins Zeug und basteln tolle WildsauSEO Bilder für die Website. Neu dabei, dass Google in der Bildersuche bei entsprechendem Markup nun auch Preise mit ausgibt. Wie das dann aussieht, könnt Ihr hier sehen: https://www.google.com/search?q=site:https://contentking.de/wildsauseo-seo-contest/
    Einfach auf das erste Bild klicken! Im Preview wird neben den Bewertungen nun auch der Preis angezeigt.

Wir sind echt gespannt wie der Contest weiter verlaufen wird, denn die heiße Phase beginnt erst gerade. Bei der Suchmaschinenoptimierung wird immer erst auf den letzten Metern wird gesprintet! Interessant wird es auch für uns, denn wir freuen uns zwar über Platz 1, aber eigentlich würde ich gerne einfach nur das Messer Set gewinnen, denn ein Ticket (Lifetime dank SEOkanzlerschaft) für den SEO Day habe schon und eine Lizenz für die meisten Tools auch! Und genau Platz 3 für WildsauSEO zu treffen kann im Zweifel schwieriger sein. Hat schon mal jemand von den SEO Experten auf Platz 3 optimiert? Mal sehen wie sich der Traffic in den nächsten Tagen zum Ende des Monats entwickelt und wie die Ergebnisse dann aussehen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Der Gewinner der eBay-Versteigerung ist übrigens Maximilian Wenzel, der mit https://www.allblogs.de/wildsauseo-wildsauseo/ ebenfalls beim WildsauSEO Contest mitmacht. Danke für Deinen Einsatz, wir werden das Geld sinnvoll spenden.

WildsauSEO Update 2

Es ist wieder einige Tage her, dass wir den Wildsauseo-Content geupdated haben. Beim letzten Update hat es nur knapp 48h gedauert und wir sind mit dieser Seite von SERP 2 direkt wieder in die Top5 gesprungen. Frischer Content hilft ja bekanntermaßen, nicht beim den WildsauSEOs.

Solche Contests bieten ja auch immer viel Platz zum Testen und wir haben uns überlegt, was wir noch ausprobieren und optimieren könnten.

Wildsauseo Textumfang

Jaja, lange Texte und viel Content sind nicht immer Erfolgsgarant für bessere Rankings in den Suchmaschinen. Aber gerade in diesem Umfeld könnte da ein Hebel liegen, weil Google das Keyword “WildsauSEO” eben nicht genau einordnen und Clustern kann. Außerdem ist die Suchintention schlichtweg nicht bekannt und wenn überhaupt im Bereich “informational” anzusiedeln. Ein bisschen mehr Text und Content kann also sicher nicht schaden. Aktuell liegen wir sowieso noch knapp unter dem Durchschnitt von 1537 Worten. Im Übrigen ein etwas sinnfreier Wert für SEO, da sich die SERPs laufende ändern und die Wildsauseo-Mitstreiter eben auch laufend neuen Inhalt produzieren.

Das ist aber nicht relevant, solange das ein möglicher Hebel ist, sollten Suchmaschinenoptimierer ihn testen.

WildsauSEO Bilder und Grafiken

Mehr Inhalt muss nicht zwangsläufig auch mehr Text bedeuten. Auch Bilder und Videos können Webseiten inhaltlich anreichern und aufwerten. Wenn man sich die Bildersuche für das Keyword ansieht, wird schnell klar, dass die Kollegen hier gute Arbeit machen: https://www.google.de/search?q=wildsauseo

jede Menge Bilder zum Suchbegriff Wildsauseo

weitere Wildsauseo Content-Elemente

Neben reinem Text, Bildern und Videos können SEOs die Inhalte auch durch enstprechende Elemente wie Listen oder Tabellen aufwerten. Listen und Tabellen lassen sich übrigens auch maschinenlesbar auszeichnen. Da wir bereits eine nummerierte WildsauSEO-Liste haben, fehlt an dieser Stelle eine Tabelle, die wir mit den heutigen Rankings befüllt haben:

PositionURL
1https://www.sumax.de/wildsauseo.html
2https://www.seo-kueche.de/lexikon/wildsauseo-seo-contest/
3https://www.sem-deutschland.de/seo-firma/seo-glossar/wildsauseo-alles-ueber-den-seo-contest-vom-seoday/
4https://www.redrammedia.com/wildsauseo/
5https://agentur.induux.com/wildsauseo/
6https://www.baseplus.de/wildsauseo/
7https://contentking.de/wildsauseo-seo-contest/
8https://www.tagseoblog.de/wildsauseo-contest
9https://marcel-schrepel.biz/wildsauseo

Interessanter Weise schreiben einige SEO Kollegen das Content Keyword auch getrennt, also statt WildsauSEO dann Wildsau SEO. Ob das einen Impact hat ist schwer zu sagen und semantisch fraglich. Wir schreiben schließlich das Jahr 2019 (bald 2020) und da sind solche alten SEO Maßnahmen eher sinnfrei.

Holistische WildsauSEO Landingpages

Und noch ein Buzzword, das aber im Zusammenhang mit dem Contest gar nicht so falsch sein dürfte: Google versucht Webseiten und deren Inhalte Tag für Tag besser zu verstehen. Das ist im Falle des WildsauSEO Contests aber gar nicht so einfach, um nicht zu sagen unmöglich. Deshalb kann es durchaus Sinn machen hier sogenannte “holistische Landingpages” zu erstellen, einfach um einen größtmöglichen Informationsumfang abzudecken.

In unserem Fall haben wir beispielsweise eine GAP-Analyse gemacht, um heraus zu finden, welche Informationslücken contentking.de aktuell hat. Wir haben dabei herausgefunden, dass wir noch nicht über die Preise und Gewinne des WildsauSEO Contests berichtet haben.

WildsauSEO Gewinne 2019

Platz 1: Iphone + Sistrix 3 Monats-Lizenz inkl. Trainingday + SEO-DAY Ticket 2020 + ExpertDay Ticket 2019 am Tag nach dem SEO-DAY + optionaler Speaker Slot SEO-DAY 2020 (So haben wir 2019 den Contest gewonnen)

Platz 2: SEO-DAY 2020 Ticket + 6 Monats-Lizenz Shopdoc + 12 Monate Seobility Premium + 6 Monate XOVI Suite

Platz 3: SEO-DAY 2020 Ticket + 6 Monate Seobility Premium + 1 SEO Seminar in der XOVI Academy mit Felix Beilharz

Platz 4: Ein Messer-Set

Mixed Content: durch Google Chrome Browser geblockt

Google hat angekündigt, dass “gemischte Inhalte” (mixed Content) ab Dezember 2019, ebenfalls wie nicht verschlüsselte Webseiten, geblockt werden.

Dass Google seit Jahren verstärkt auf Sicherheit achtet sollte hinreichend bekannt sein. Der Suchgigant an Mountain View blockt Seiten, die ihre Inhalte noch via HTTP:-Protokoll ausliefern bereits seit langem und rät Webmastern dazu, das HTTPS:-Protokoll zu nutzen. Und seit es den kostenlosen SSL-Dienstleister letsencrypt.org gibt, ist dieser Schritt eben nicht nur gratis, sondern auch wirklich einfach umzusetzen. Sogar Server-Panel-Anbieter wie Plesk haben letsencrypt mittlerweile als Option im Dashboard und Webseitenbetreiber können sich mit wenigen Klicks absichern.

Trotzdem gibt es noch viele Webseiten, die zwar bereits auf SSL bzw. https: umgestellt haben, aber weiterhin sogenannten mixed Content ausliefern.

Was ist mixed Content eigentlich genau?

Mixed Content entsteht immer dann, wenn nicht alle im Dokument verwendeten Ressourcen via https: geladen werden. Das können zum einen externe Quellen sein, z.B. irgendwelche Tracker oder sonstige Scripts, die auch oft schon im <head>-Bereich eingebunden sind, oder (und das ist häufig der Fall) eigene Content-Elemente wie z.B. Bilder. Der Fehler entsteht häufig, weil bei der Integration der Bilder ein absoluter Pfad verwendet wurde. D.h. es wurde die komplette URL des Bildes zu einem Zeitpunkt in die Webseite eingebunden, als noch kein https: verwendet wurde. Damit bleibt eine alte http:-URL als Ressource im Code erhalten und produziert damit den mixed Content.

Deshalb ist es empfehlenswert Bilder oder (selbst gehostete) Videos immer relativ in den Code zu schreiben. Statt <img src=”http://contentking.de/bild1.jpg”> wäre die korrekte Integration <img src=”/bild1.jpg”>. Dann entsteht bei der Umstellung auf https: kein mixed Content Problem mehr.

Wie erkenne ich mixed Content?

Mixed Content kann man sehr einfach erkennen. Dazu gibt es 3 gängige Methoden:

  1. Im Chrome Browser befindet sich links neben der Domain/URL ein kleines Schloss-Icon. Beim Klick darauf sieht man auf den ersten Blick, ob die Seite sicher ist, oder gemischte Inhalte vorliegen.
    Mixed Content erkennen
  2. Mit einem Rechtsklick auf “Untersuchen” kann man die Chrome Developer-Tools öffnen und bekommt dort dann konkrete Angaben über Fehler und Optimierungsmöglichkeiten. Rot gekennzeichnete Angaben sind schwere Fehler (meist beim Ausführen von Javascript), orangene Meldungen deuten auf “Probleme” hin. So auch im Falle von mixed Content. Man bekommt aber eine vollständige Übersicht aller via http: geladenen Ressourcen und kann sich dann an die Ausbesserung machen. Das sieht dann so aus:
  3. Und dann klappt natürlich auch eine einfache Suche im Quellcode. Rechtsklick und dann auf “Seitenquelltext anzeigen” klicken. Im nächsten Schritt STRG+F und nach “http:” suchen. Wichtig ist der Doppelpunkt! Sonst werden auch https:-URLs angezeigt.

Es gibt natürlich auch diverse Tools, mit denen man seine URLs auf mixed Content Probleme testen kann:

https://www.ssllabs.com/ssltest/
https://www.jitbit.com/sslcheck/

Und auch andere Browser bieten die Möglichkeit Fehler zu finden. Im Firefox Browser gibt es “Firebug” bzw. die “Web Console” und Safari stellt die “Error Console” zur Verfügung.

An dieser Stelle sei dem Webmaster das SEO-Tool ScreamingFrog ans Herz gelegt. Damit lässt sich nicht nur eine einzelne URL prüfen, sondern die gesamte Webseite crawlen, um eine Gesamtübersicht über mixed Content Probleme zu bekommen: https://www.screamingfrog.co.uk/seo-spider/ . Und JA, es gibt eine Testversion, die allerdings auf 500 URLs begrenzt ist. Wer mehr URLs hat, sollte die Vollversion kaufen.

Was ändert sich durch geblockte mixed Content URLs?

Egal woher der Besucher auf die betroffene Seite kommt, er bekommt (ab Januar 202) eine leere Seite mit der entsprechenden Meldung von Google: “unsichere Inhalte” bzw. “dies ist keine sichere Verbindung”. Erst mit einem Klick auf “weiter zur Webseite (unsicher)” käme der User dann zur URL mit den gemischten Inhalten. Es macht also Sinn, sich dieser Problematik anzunehmen und zu prüfen, ob die eigene Webseite ein mixed Content Problem hat, obwohl sie bereits via https: läuft.

Bevor das allerdings voll umgesetzt wird, soll es laut SEJ zunächst eine Art Button geben, der dem User erlaubt, die Webseite normal unter http: aufzurufen:

Google will introduce a toggle that a Chrome user can use to unblock insecure resources that Chrome is blocking.

Beginning in January 2020 Google will remove the unblocking option and begin blocking mixed content web pages.

Search Engine Journal

mixed Content & SEO?

Aktuell beobachten wir schon seit geraumer Zeit, dass Google URLs mit mixed Content langsam aber sicher in den Rankings nach hinten durchreicht. Unsichere Inhalte haben also definitiv einen Impact auf Rankings! Noch ein Grund die Webseite dringend zu überprüfen.

Hilfreiche und informative Seiten zum Thema mixed Content:

https://developers.google.com/web/fundamentals/security/prevent-mixed-content/what-is-mixed-content
https://www.searchenginejournal.com/google-block-mixed-content-warning/329055/

holistischer Content

holistischer Content – so geht es richtig

Überzeuge die Internetnutzer mit holistischem Content!

Nur mit wirklich guten Inhalten gelingt es Unternehmen, potenzielle Kunden auf ihre Seiten zu locken – und sie dort auch mit ihrem Angebot zufriedenzustellen. Verbergen sich hinter einer möglichen Suchanfrage der Internetnutzer gleich mehrere Fragen, ist die Zeit reif für holistischen Content.

Unter einer holistischen Herangehensweise verstehen wir eine ganzheitliche. Hier geht es darum, ein bestimmtes Thema umfassend, also in all seinen Facetten, zu beleuchten, indem Fragen zu diesem Thema gestellt und anschließend beantwortet sowie anschauliche Beispiele angebracht werden. Dabei gilt es, eine Vielzahl an Informationen unterzubringen und ins Detail zu gehen, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Das Ziel: dem Leser einen möglichst hohen Informationsgehalt zu bieten und die möglichen Wünsche des Users aufzugreifen. Das führt dazu, dass die Interessenten beziehungsweise Kunden sich bei dir gut beraten fühlen und in der Folge ihr Vertrauen in dein Unternehmen und deine Marke wächst. Gleichzeitig verhindern Inhalte mit echtem Mehrwert, dass die User frühzeitig abspringen – die Bounce Rate (Absprungrate) wird also verringert. 

In einem ersten Schritt solltest du alle Aspekte des Themas abklopfen und dir einen Überblick darüber verschaffen, was genau in die Inhaltserstellung mit einfließen sollen. Unser Tipp: Eine Mind Map kann hier Gold wert sein. Um auf bestimmte Problemstellungen aufmerksam zu werden, solltest du in jedem Fall Foren oder Onlineshops durchforsten. Anschließend kannst du genau diese dann in deinem holistischen Artikel aufgreifen. Die speziellen Bedürfnisse der Zielgruppe sollten immer genug Raum finden – Emotionen aber ebenfalls, da schließlich keine trockene Frage-Antwort-Abhandlung entstehen soll.

Um ein beliebtes Missverständnis gleich aus dem Weg zu räumen: Umfassend ist nicht mit lang gleichzusetzen. So sind holistische Inhalte nicht zwangsläufig an eine gewisse Textlänge gekoppelt. Genauso wenig solltest du dich zu strikt nach vorangegangenen WDF*IDF-Analysen (https://www.textbroker.de/wdfidf) richten und die vorgeschlagenen Begriffe stur in den Text einflechten. Diese Analyse-Ergebnisse sollen dir vielmehr als Stütze oder Orientierungspunkt bei deiner Recherche dienen – auf der Suche nach Schlüsselwörtern, die den Rahmen für dein Themenfeld stecken und nach Ideen für übergeordnete Themenbereiche.

Die Bots der Suchmaschinen werden immer besser

Früher ging es bei der SEO-Optimierung schwerpunktmäßig um die Keyword-Optimierung bzw. darum, ein Thema auf ein bestimmtes Unterthema mit Fokus-Keyword herunterzubrechen und Nutzern Antworten auf spezielle Fragen zu liefern. Das ist ja auch logisch, denn auf konkrete Fragen fordern wir konkrete Antworten. Heutzutage geht man verstärkt dazu über, Suchanfragen und somit auch den darauf aufbauenden Content zu bündeln, statt als Antwort auf jede Frage eine gesonderte URL zu erstellen.

Nach wie vor spielen Keywords allerdings eine wichtige Rolle. Schon vor einigen Jahren rückte die semantische Suche sowie der thematische Kontext mehr und mehr in den Fokus. Somit war der geschickte Einsatz verwandter Keywords sowie die passende Kombination aus Wörtern, die eine Suchanfrage bilden – Stichwort Long-Tail-Keywords – richtungsweisender für ein gutes Ranking als das Konzentrieren auf einzelne generische Schlüsselwörter. Bezogen auf den Content bedeutete das, dass dieser nicht nur eine Suchanfrage beantwortete, sondern gleich mehrere berücksichtigen sollte. Statt verschiedene Einzelseiten zu bestimmten Keywords zu erstellen, solltest du also lieber versuchen, ein Thema in die Tiefe und mit allen Facetten, die deine Zielgruppe dazu interessiert, auf einer Seite abzuhandeln und dazu mit einer umfassenden Keyword-Recherche beginnen. (https://www.textbroker.de/die-perfekte-keyword-recherche). Das bedeutet wiederum nicht, dass möglichst alle Suchbegriffe, die irgendwie mit deinem angedachten Thema in Verbindung stehen, auf der zu erstellenden Seite auftauchen müssen. Geht es beispielsweise um das Thema Hausbau, kannst du die verschiedenen Möglichkeiten der Fassadengestaltung wie Putz oder Klinker durchaus auf einer Seite darstellen. Die einzelnen Schritte von Roh- und Innenbau auf einer Seite aufzuführen, würde allerdings vermutlich zu weit führen. Bist du unsicher, wie du die Suchbegriffe bündeln solltest beziehungsweise ob du sie auf einer URL oder auf verschiedenen Einzelseiten abhandeln möchtest, lohnt es sich, die Suchergebnisseiten ähnlicher bzw. verwandter Suchanfragen zu vergleichen.

Die Google-Bots werden immer besser darin, die Qualität von Content zu beurteilen. Mittlerweile können sie neben der thematischen Relevanz auch die inhaltliche Relevanz eines Internetauftritts begutachten, indem sie einschätzen, ob es einer Seite gelingt die User-Fragen zu deren Zufriedenheit zu beantworten. Dabei versteht Google die User-Absichten immer besser und kann Suchanfragen mit ähnlichen Formulierungen und gleicher Intention als solche erkennen.

Sei suchmaschinenfreundlich: holistisches Herangehen

 Eine holistische Website stellt demnach sicher, dass User mehr als eine einfache Antwort auf ihre Frage finden. Denn sie werden darüber hinaus noch mit mehr nützlichen Informationen versorgt. Sie liefert die wesentlichen Informationen auf der Startseite und leitet von dort aus weiter zu Unterseiten, auf denen Haupt- und Randthemen ihren Platz finden. So gelingt es dir, zu einem bestimmten Thema eine Domain-Autorität aufzubauen, was sich wiederum positiv auf das Ranking auswirkt. Weiterhin hat neben der Online-Reputation und den Backlinks auch das Alter der Domain einen Einfluss auf die Glaubwürdigkeit deiner Seite.

Die Herangehensweise, dass es hier für die Suchmaschinen eine bestimme Mindestlänge zu erfüllen gilt, ist überholt – zumal einem Leser, der sich online bewegt, ohnehin weniger zuzumuten ist und Seitenbetreiber ihn nicht mit ausufernden Texten überfrachten sollten. Stattdessen sollten diese einfach so lang sein wie nötig sein, um den Leser ausreichend zu informieren und ein Thema so auszuarbeiten, wie er es erwartet. Weiterführende Informationen können dann mit kurzem Vermerk auf anderen Seiten abgehandelt werden. Denn versucht dein Text, zu viele Informationen auf einer URL unter einen Hut zu bringen, verliert er oft den Fokus. Außerdem ist davon abzuraten, jeden Aspekt eines Themas krampfhaft abzudecken und Sachverhalte künstlich aufzublähen.

Viel wichtiger ist der Faktor Aktualität: Hast du einmal eine holistische Seite (URL) erstellt, bedeutet das nicht, dass du zukünftig ausgesorgt hast. Im Gegenteil: Sie bedarf kontinuierlich Überarbeitungen und Ergänzungen, damit sie nicht veraltet und in der Folge in den SERPs (Suchergebnisseiten) abfällt. „Fresh“ findet Google nämlich diejenigen Domains, die regelmäßig neue Inhalte publizieren.

Übrigens: Dein holistischer Content kann noch so gut sein – klickt niemand auf den Artikel, ist deine Mühe größtenteils umsonst. Sorge also für eine überzeugende Meta Description, die das Interesse der User weckt.

Content-Arten intelligent verknüpfen

Neben Text-Content – der natürlich den Großteil auf einer Website oder einem Blog ausmacht – bietet es sich auch an, andere Content-Arten wie Bilder oder Infografiken einzubinden. Diese dienen als Ergänzung bei der Informationsvermittlung und transportieren Emotionen. Tabellen oder Vergleiche sind insbesondere bei Produktbeschreibungen sinnvoll. Zudem scheint auch der Video-Hype nicht abzuflachen. Gründe dafür sind zum einen Zeitersparnis und zum anderen ein höherer Erlebnisfaktor bei der Wissensvermittlung. Führst du dir die wachsende Beliebtheit von Podcasts vor Augen, so können auch einfache Audio-Dateien für bestimmte Zwecke nützlich sein.

Jetzt ganz konkret: Wie erstelle ich holistische Inhalte?

Möchtest du deine Nutzer bestmöglich mit holistischen Inhalten versorgen, solltest du Textwüsten unbedingt vermeiden und darauf achten, dass der Content besonders gut strukturiert ist durch:

  • ein Inhaltsverzeichnis, mit dem der Leser durch die Seite navigieren kann
  • prägnante, nicht verschachtelte Sätze
  • zugängliche und lebendige Sprache mit ausdrucksstarken Verben
  • Überschriften, die den Lesefluss angenehm gestalten
  • ansprechendes, web- und mobilefreundliches Layout mit Auflockerungen (Bilder, Videos, Tabellen. Infoboxen)

Im besten Fall hast du bereits einige Erfahrungswerte zu dem Thema, das du dir herausgepickt hast, gesammelt und kannst so genau einschätzen, was deine Zielgruppe interessiert. Grundsätzlich solltest du dich nur mit einem Thema auseinandersetzen, mit dem du dich auch identifizieren kannst.

Fragen bieten sich grundsätzlich an, um den Leser bei Laune zu halten. Außerdem setzt du dich so automatisch mit den W-Fragen auseinander, die eine wertvolle Basis für dich bilden. Weiterhin sollte dein Text bis zum Ende spannend für den Leser sein – auch wenn es ein längerer ist. Du siehst: Es ist durchaus anspruchsvoll, holistische Inhalte zu erstellen und damit Expertenwissen zu vermitteln.

Du suchst nach Wegen, deinen Content holistischer zu gestalten? Eine Möglichkeit ist, die Content-Erstellung Profi-Textern zu überlassen. Schau doch mal bei Textbroker vorbei!

Bildnachweis: @istockphoto, Artur

schema.org FAQpages SEO

FAQPages – schöner ranken mit JSONLD

Um die volle Aufmerksam von Google-Nutzern während ihrer Suche zu bekommen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten das sogenannte Search-Snippet zu optimieren bzw. optisch anzureichern und damit hervorzuheben. Eine dieser Möglichkeiten ist die Erweiterung durch sogenannte FAQs bzw. Fragen und Antworten, die dann unter dem eigenen Suchergebnis erscheinen.

So kann ein Search Snippet entsprechend angereichert und aufgewertet werden.

Fragen und Antworten unter dem Suchergebnis

Der ein oder andere hat diesen Effekt mit Sicherheit in den letzten Wochen beim Suchen auf Google bereits selber entdeckt: Unter dem eigentlichen Suchergebnis stehen bis zu 4 sichtbare Fragen, die der User ganz einfach mit einem Klick aufklappen kann, um dann die Antworten zu lesen. Eigentlich ein tolle Sache, denn das Suchverhalten geht, auch dank vermehrter Nutzung der Voice-Search, immer weiter in Richtung Compound-Querys, sprich längere zusammengesetzt Suchbegriffe oder sogar ganze Fragen. Dem trägt Google ganz offensichtlich Rechnung und bietet Webmastern die Möglichkeit mit entsprechendem schema.org-Markup ganze Fragen&Antworten-Strecken auszuliefern.

Chancen für Webmaster

Daraus ergeben sich natürlich zahlreiche Chancen und Vorteile für Webmaster, die diese Technik erfolgreich einsetzen:

  • Vergrößerung der sichtbaren Fläche des eigenen Suchergebnisses
  • Verdrängung von Wettbewerbern (teilweise under the fold)
  • Verbesserung der CTR (Anm.d.Red.: in vielen Fällen! Bei gewissen Suchintentionen kann das Lesen der Antwort innerhalb der SERPs dazu führen, dass der User nicht mehr zur Webseite klickt. Eine Auswertung dazu gibt es hier.)

Natürlich ergeben sich weitere Chancen, die aber in der Regel schwerer messbar sind. So könnte man beispielsweise anführen, dass ein strategisches Unternehmensziel ja auch immer die “Positionierung als Experte” sein sollte. Und genau das kann man mit dieser Technik eben auch erreichen. Wenn dem User geholfen wird, indem seine offenen Fragen schnell und direkt beantwortet werden, entsteht eine positive Markenbindung. Bleibt die Frage, ob ein User die Antwort der übergeordneten Seite/Marke zuordnet, oder ob die “Credits” für die hilfreiche Antwort un(ter)bewusst Google zufallen.

MarkUp Möglichkeiten

Für die Ausgestaltung des MarkUps gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Da wir sehr viel testen im Bereich SEO, haben wir das Thema FAQpages auf einem der Testprojekte via JSONLD umgesetzt und inhaltlich mit verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten getestet.

  • fett: Google akzeptiert im Markup auch html-Code, d.h. man kann bestimmte Schlagworte fett hervorheben. Eine tolle Möglichkeit den Fokus des Users zu lenken.
  • kursiv: um den Blick des Users noch besser zu lenken, kann man Wörter auch kursiv formatieren.
  • interne Links: ebenfalls eine super Möglichkeit den Traffic aus den Antworten heraus dahin zu lenken, wo man ihn gerne hätte.
  • externe Links: überraschender Weise kann man auch auf externe Quellen verlinken. Und zwar vollumfänglich inkl. URL-Parametrisierung. Das ist einerseits für Affiliates sehr interessant, und andererseits auch für eigene Testing. Wir haben damit überprüft, ob die Links aus den Antworten auch geklickt werden: einfach UTM-Parameter dranhängen und man hat die Klicks schön übersichtlich im Analytics-Account.
  • Listen: Ja, man kann sogar Listen übergeben, die dann in den Antworten dargestellt werden.
  • und natürlich Kombinationen: also beispielsweise Links aus Listen.

Google stellt übrigens bis zu 10 Fragen dar, kürzt aber in der Regel bei 4-5 Fragen dann mit einem weiteren Aufklapper runter. Und man benötigt mindestens 2 Fragen und Antworten, sonst listet Google das zusätzliche Markup nicht unter dem Suchergebnis. Der geschätzte Kollege Olaf Kopp hat das mit seiner Agenturwebseite ebenfalls umgesetzt und beispielsweise für die Query “Was ist SEO?” angewandt. In diesem Fall gibt es 10 Fragen, die Google allerdings eingeklappt und auf 3 sichtbare reduziert hat.

Olaf hat übrigens auch so gut wie alle Möglichkeiten der Antwort-Gestaltung durchgespielt: Listen, Links, Links in der Liste und fette Hervorhebungen.

FAQPages GTK – good to know

Im Umgang mit diesem mächtigen Feature gibt es allerdings auch zahlreiche Learnings, die wir Euch nicht vorenthalten möchten:

  1. Das funktioniert nur für URLs, die organisch bereits in den Top 10, meistens TOP5 ranken (ähnlich wie bei PositionZero-Boxen). Für SERP2-Rankings klappt das Ganze leider nicht.
  2. Es klappt leider nur für Unterseiten! Das ist Schade, weil oftmals die Startseiten sehr gute Rankings für wichtige Fokuskeywords und vor allem branded-Querys haben (ähnlich wie bei den RatingStars, die auch nur für Unterseiten erscheinen).
  3. Die Fragen und Antworten müssen NICHT zwingend auch für den User beim Besuch der Seite sichtbar sein. Es reicht, wenn diese im entsprechenden Markup vorhanden sind.
  4. Duplicate FAQPages-Markup: wer es Quick and Dirty möchte, könnte rein theoretisch ein und denselben Block sitewide einsetzen. Google scheint das (zumindest aktuell) nicht zu stören.
  5. Keywordverwendung & Themenrelevanz: Google zeigt das erweiterte Snippet interessanterweise auch dann, wenn das Fokuskeyword nicht in Fragen und/oder Antworten vorkommt.
  6. Achtung beim Einsatz von HTML: Anführungszeichen führen zu Fehlinterpretationen durch den Bot und damit zu Fehlermeldungen. Statt Anführungszeichen (z.B. in <a href=””>) unbedingt Hochkomma einsetzen. Gleiches gilt für Listenpunkte bzw. für schliessende HTML-Tags grundsätzlich: statt </li> unbedingt <\/li> einsetzen.
  7. Unbedingt das Testing-Tool einsetzen nach getaner Arbeit. Ein kleiner Fehler und man wartet vergebens auf die korrekte Indexierung und die Erweiterung des eigenen Snippets.
  8. Wenn alles passt: die entsprechende URL via Search Console neu Crawlen und Indexieren lassen.
  9. Je nach Crawl-Budget und Trust der Seite kann das neue Snippet bereits nach wenigen Sekunden, Minuten oder manchmal auch Tagen erscheinen. Bei unserem Testprojekt waren die Ergebnisse meistens in weniger als 10 Minuten sichtbar.

JSONLD Code

Wer das nun für seine Webseite einfach mal testen möchte, der kann sich hier gerne diesen Code kopieren und die Beispielfragen und -antworten beliebig anpassen.

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "FAQPage",
  "mainEntity": [
		
	{
    	"@type": "Question",
    	"name": "Wie ist Deine erste Frage?",
    	"acceptedAnswer": {
      		"@type": "Answer",
      		"text": "Um die <a href=\"https://deineURL.com">Antwort<\/a> geben zu können, schau Dir diese <b>LISTE</b> an:\n<ul><li>Listenpunkt 1<\/li><li>Listenpunkt 2<\/li><li>Listenpunkt 3<\/li><li>Listenpunkt 4<\/li><\/ul>"
		}
	},		
	{
    	"@type": "Question",
    	"name": "Wie ist Deine zweite Frage?",
    	"acceptedAnswer": {
      		"@type": "Answer",
      		"text": "Hier steht dann die Antwort und wenn Du möchtest auch ein <a href=\"https://deineURL.com">Link<\/a>."
		}
	},		
	{
    	"@type": "Question",
    	"name": "Wie ist Deine dritte Frage?",
    	"acceptedAnswer": {
      		"@type": "Answer",
      		"text": "Hier erscheint die Antowrt auf Deine dritte Frage."
		}
	}	
  ]
}
</script>

Das FAQPages-Markup ist wirklich kein Hexenwerk und kann grundsätzlich schnell und einfach in jede Webseite integriert werden. Wichtig: MESSEN, MESSEN, MESSEN…. Wie bereits erwähnt kann es durchaus vorkommen, dass User dann nicht mehr auf die Webseite kommen/klicken, weil die gesuchte Antwort bereits geliefert wurde. Deswegen sollte man immer mit historischen Werten arbeiten und vor allem mit Blick auf CTR agieren.

Wir hatten beim Testen auf jeden Fall jede Menge Spaß und können das nur empfehlen! Wer weiß wie lange Google das in diesem Umfang noch erlaubt.

Wer sich mit dem oben stehende Code eher schwer tut, der kann übrigens auch ein kostenloses WordPress-Plugin einsetzen: https://wordpress.org/plugins/structured-content/ .

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Metrics Tools Test Tutorial

Wir haben ja schon seit längerer Zeit nicht mehr über SEO Tools gebloggt. Nun tut sich seit einiger Zeit aber wieder was am Tool-Himmel und da wir das neue Produkt selber auch im Einsatz haben, wollen wir unserer Leserschaft unseren Test natürlich nicht vorenthalten.

die Metrics Tools SEO Suite

Metrics Tool SEO Software

Das neue Onlinemarketing Toolset mit Schwerpunkt SEO ist unter http://metrics.tools zu erreichen. Gebaut hat das Tool kein geringerer als Andreas Müller, der auch schon seit vielen Jahren im Bereich SEO unterwegs ist und seine jahrelange Expertise in die Entwicklung der Metrics Tools gesteckt hat. Wann genau das Ding offiziell auf den Markt kam, kann ich leider auch nicht mehr so genau sagen, da ich die Freude hatte, bereits in der Entwicklungsphase einen Zugang zu bekommen.

Metrics Tools: was kann diese SEOsoftware?

Es gibt 2 große USPs bei den SEOtool-Anbietern: die Features&Daten und natürlich den Preis. Und bei beidem kann Metrics Tools ziemlich gut punkten. Aber jetzt mal ein paar Details:

  1. Rankings:Natürlich kann das Tool Rankings checken und sagt Euch auf wöchentlicher Basis Eure Positionen, oder auch die vom Wettbewerb. Aktuell trackt Andreas laut eigenen Aussagen etwa 6,7 Millionen Keywords im deutschen google-Index. Die Rankingdaten sind sehr hochwertig und werden immer Freitags aktualisiert. Top USP an dieser Stelle: die Metrics Tools kennzeichnen Keywords, für deren Rankings sich die URL geändert hat! URL-Änderungen sind immer ein Zeichen dafür, dass google sich unschlüssig ist, welches der beiden gewechselten Dokumente nun ranken soll. Die Folge: meist rankt keines der beiden Dokumente richtig gut! Mit etwas Keywordfokus und entsprechender Optimierung der internen Verlinkung, kann man dann dieses Wechselspiel beenden und i.d.R. auch bessere und stabilere Rankings bekommen.
  2. Veränderungen:Neben der globalen Rankingübersicht, kann man aber auch eingrenzen bzw. filtern und sich die Verbesserungen oder Verschlechterungen anzeigen lassen. Auch hinzu gekommene oder weggefallene Rankings bzw. Keywords sind filterbar. Das klappt auch extrem schnell, ist aber auch in anderen Tools wie Sistrix zu finden und dort sogar noch etwas umfangreicher, z.B. mit Filtermöglichkeiten nach konkreten URLs etc.
  3. Keyword Historie:Um für einzelne Keyword den historischen Verlauf zu sehen, gibt es die Keywordhistorie in den Metrics Tools. Ebenfalls ein wichtiges Feature in der täglichen SEO-Arbeit. Die Daten reichen hier bis etwa März 2015 zurück und bauen erst langsam auf.
  4. Sichtbarkeitsindex:Wie einige andere Tools auch (Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics), hat Andreas in den Metrics Tools einen eigenen Sichtbarkeitsindex verbaut, der auf Basis der wöchentlich aktualisierten Rankings eine eigene Kennzahl ermittelt. Schön daran: die Metrics Tools zeigen ganz klar die Contributors! Also diejenigen Keywords, die zur Sichtbarkeitsänderung beitragen, aber auch die, die sich negativ ausgewirkt haben. Ganz klarer Punkt für das SEO-Tool, denn andere Suiten haben das nicht, oder es erfordert viel Datenexport und manuelle Aufbereitung, um diese Keywords zu finden.
  5. TOP URLs:Die Auswertung der besten URLs erfolgt auf Basis deren Beitrags zur Tool-eigenen Sichtbarkeitskennzahl. Man sieht in der Liste, welche URL welchen Prozentsatz zur Sichtbarkeit beiträgt. Das ist ein ziemlich praktisches Feature, dass sich jeder einmal für seine Projekte und Kunden ansehen sollte. Mir selber wurden gerade bei großen Projekten so einige Dinge klarer durch diese Daten.
  6. SERP:Ebenfalls ein praktisches kleines Werkzeug in der Metrics Tools Box: so kann man sich beispielsweise alle Rankings für eine bestimmte URL anzeigen lassen. Der große Vorteil: damit lässt sich recht professionell an das Thema Keyword-Cannibalism rangehen, denn oft rankt eine URL für viele Keywords irgendwo, aber nirgends richtig gut! Einfach weil google keinen Fokus feststellen kann. Nun kann man mit diesem Modul seine URLs im Detail zerlegen, analysieren, entschlacken und für mögliche Kannibalen neue Landingpages bauen.
  7. Keywordrecherche:Die Metrics Tools können nicht nur Keywords und Rankings überwachen, sondern auch Potentiale recherchieren. Dabei ist die Keywordrecherche in den Metrics Tools sehr durchdacht und innovativ: so gibt es z.B. Schieberegler für “schnell oder umfassend”, “longtail oder shorthead” und “exakt oder broadmatch”. Ein prima Sache also, um neue möglicherweise interessante Suchbegriffe zu finden.
  8. Winners & Losers:Was machen andere gut und richtig, bzw. welche Webmaster oder Inhouse-SEOs haben möglicherweise einen Fehler gemacht? Das zeigt das Modul Winners & Losers auf wöchentlicher Basis. Wer also dazu lernen will und den nötigen Blick über den eigenen Tellerrand schafft, den werden diese Daten interessieren!

Schon überzeugt?
Dann kannst Du die Metrics Tools jetzt kostenlos testen!

Metrics Tools Screengallery

Die Metrics Tools zeigen den Rankingverlauf eines vordefinierten Keywords für eine vordefinierte URL. So lassen sich auch Rankings von Wettbewerber historisch tracken.

Die Keywordrecherche mit den Metrics Tools ist sehr innovativ und trotz diverser Filter leicht zu bedienen.

Der Metrics Tools SERPindex zeigt eine Sichtbarkeitskurve für die gewählte Domain. Fährt man mit der Mouse über einen der Datenpunkte im Chart, öffnet sich ein Box, die verrät welche Keywords maßgeblich zu Sichtbarkeitsänderung beigetragen haben.

Auch die Veränderungen im Ranking einer Domain lassen sich prima mit diesem Modul überwachen. Zusätzlich stehen diverse Filter zur Verfügung.

Besonderheiten der Metrics Tools

metrics-tools-preise-und-pakete

Wir hatten ja bereits im Intro das Thema USP kurz angeschnitten. Und hier hat Andreas Müller schon einiges vorgelegt. So ist der Preis mit aktuell 44,95 Euro pro Monat im Professional-Tarif für die gebotenen Features schon mal ziemlich attraktiv.  Aber auch für Agenturen und sonstige datenhungrigen Professionals gibt es Lösungen.
 Quelle: http://metrics.tools/
Aber nicht nur in Sachen Preis sind die Metrics Tools ein interessantes und empfehlenswertes Angebot. Für die Techies hat Andreas auch eine API bereit gestellt, deren Creditvolumen sich in den unterschiedlichen Paketen erhöht. Ab dem ProfessionalPlus-Tarif können bis zu 1000 individuelle Keywords dazu gebucht und überwacht werden.
Und zum Schluss einer der wichtigsten Punkt auf der Liste der Gründe, warum Ihr Euch die Metrics Tools unbedingt anschauen solltet: Andreas hat immer ein offenes Ohr für Eure Anliegen und Wünsche! Sollte Euch ein entsprechendes Feature fehlen, braucht Ihr ganz konkrete zusätzliche Filter oder Daten? Sprecht mit ihm! Wenn es machbar ist, macht er es…. und zwar in der Regel sehr schnell.

WOW, Du hast bis hierhin gelesen? Das Tool interessiert Dich also?
Dann solltest Du nicht lange warten und die Metrics Tools einfach mal 14 Tage gratis testen!

alternative-suchsysteme

alternative Suchsysteme

alternative Suchsysteme – Traffic abseits von google

In letzter Zeit hat sich ein sehr spezielles Thema in der Suchbranche breit gemacht und tendiert aktuell zum Buzzword: alternative Suchsysteme. Aber warum sprechen aktuell so viele Kollegen aus dem digitalen Umfeld über Alternativen zum Suchriesen google? Dieser Frage wollen wir hier etwas näher auf den Grund gehen und auch aufzeigen, was denn mögliche Alternativen sein könnten, um qualitativ hochwertigen Traffic zu erhalten und für welche Unternehmen alternative Trafficquellen Sinn machen.

Warum sind alternative Suchsysteme wichtig?

Die Frage kann man recht einfach beantworten: google hat einen riesigen Marktanteil und ist DIE Suchmaschine schlechthin. Nicht nur im deutschen Sprachraum, sondern weltweit. Laut Statista lag dieser im Jahr 2015 bei fast 95%.

Und das bedeutet auch, dass viele Internet-Unternehmer allen voran Onlineshops, täglich eine große Anzahl an Besuchern über das Suchsystem google bekommen, sofern technische und inhaltliche Grundlagen für bessere Rankings erfüllt sind. Für die meisten Unternehmen ein Segen: bei google in den Top5 zu ranken bedeutet nahezu kostenlosen Traffic. Das ist prima, allerdings nur so lange, bis aus (laut google) über 200 möglichen Gründen die Webseite plötzlich Rankingeinbußen erfährt. Von heute auf morgen können der Trafficstrom und damit die Umsätze weg brechen. Wichtige Anmerkung: Das gilt übrigens auch für alternative Trafficlieferanten. Sobald es um fremdbestimmte Quellen geht, hat man als Trafficabnehmer wenig bis gar keinen Einfluss auf mögliche Änderungen und Rankingeinbußen.

Rankingverluste durch alternative Suchsysteme kompensieren

alternative Suchsysteme können Trafficeinbußen auffangen

Wenn es mal nicht mehr so gut läuft mit der Sichtbarkeit: Rankingeinbrüche können schnell und hart auftreten, oder auch langsam und schleichend.

Die Ursachen für Rankingverluste können vielfältig sein, selbstverschuldet oder durch bösartige Fremdeinwirkung, aber auch durch willkürliche Änderungen, die google an der Liste und Gewichtung der Rankingfaktoren jährlich hundertfach vornimmt. Und in diesen Übersichten, die dazu im Netz kursieren findet man auch nur die wirklich großen „Rollouts“, die signifikant zu sehen waren. All die kleinen Änderungen die schon fast täglich geschehen, bleiben der Suchgemeinde verborgen. Rankingverluste können aber auch dadurch entstehen, dass Wettbewerber plötzlich irgend etwas besser machen, als man selbst. Und da es zwischen der CTR auf Platz 1, 2 oder 3 teilweise signifikante Unterschiede geben kann, wird auch ein kleiner Positionsverlust oft zum Problem.

Hinzu kommt, dass nicht nur algorithmische Änderungen ein Problem werden können, google beschäftigt sogenannte Quality-Rater, die nach klar vorgegebenen Guidelines Webseiten beurteilen und klassifizieren müssen. Es gibt also sogar auch eine subjektive Komponente, die einem Unternehmen das Ranking-Genick brechen könnte.

Die gute Nachricht: wenn man sich an die Guidelines hält, inhaltlich gut aufgestellt ist und auch Softfacts wie Aufenthaltsdauer und Bouncerates im grünen Bereich sind, kann man das Risiko eines absoluten Trafficverlustes eingrenzen und minimieren. Ein Rest bleibt aber immer.

Die schlechte Nachricht: selbst wenn man alles richtig macht und auf einer organischen Poleposition rankt, kann der Traffic plötzlich massiv einbrechen! google schiebt seit Jahren eigene (aggregierte) Angebote in den Vordergrund. Wer sich mit SERP-Darstellungen näher beschäftigt, weiß das. Plötzlich ist da ein Knowledgegraph above the fold, google Shopping, Antwortboxen, eine Flugsuche, Hotels, das Wetter, lokalisierte Suchergebnisse, UniversalSearch Oneboxen und und und. Resultat: selbst auf Platz 1 der organischen Suche kommt kaum mehr ein Besucher an, weil google zur „Findmaschine“ geworden ist. Am Beispiel „Wetter“ wird das sehr deutlich.

Veränderte Darstellung der Suchergebnisseiten

Vor einigen Jahren haben Wetterportale für Suchanfragen wie „Wetter” oder “Wetter Berlin“ gerankt und massiv Traffic abgeholt. Aktuell muss man nicht mal mehr den Standort als Suchparameter eingeben, google spuckt das Wetter in Berlin bereits automatisch aus, sofern sich der Besucher im Großraum Berlin lokalisieren lässt. Ähnliches gilt für Ferienwohnungen, Friseure, Handwerker etc.. Grundsätzlich ein Vorteil für den der sucht, weil er schneller zum gewünschten Ergebnis kommt. Schlecht aber für Verticals und Aggregatoren, weil die Darstellung der Suchergebnisse deren organisches Top-Ranking under the fold drückt.

Suchsysteme verändern sich schnell - am Beispiel "Wetter"

Wetterportale wie wetter.com haben früher sehr viel organischen Traffic bekommen. Dann hat Google die Darstellung in den SERPs geändert: statt auf einen Link klicken zu müssen, bekommt der Nutzer jetzt direkt die gewünschte Antwort. Gut für den Nutzer, schlecht für das Wetterportal.

Diese Fakten und möglichen Veränderungen bringen in Summe eine Menge Unsicherheiten für Unternehmen, die den Löwenanteil ihrer Besucher über organischen google-Traffic generieren. Und ein Grund mehr, sich Gedanken über die starke Abhängigkeit zu machen. Was passiert überhaupt, wenn morgen der google-Traffic zum Erliegen kommt?

Risiko-Awareness Fehlanzeige!

Aus der Praxis können wir festhalten: nur wenige Unternehmen sind sich des Risikos bewusst, viele sind im Skalierungsfieber verständlicher Weise auch auf das große Trafficpotential fast schon angewiesen. Und das ist auch völlig legitim, aber wie sieht ein Worst-Case-Szenario dann aus, wenn das Unternehmen 90% seines kostenlosen Traffics verliert? Ist genug Budget vorhanden, um eine eventuelle Traffic-Durststrecke bis zur einer möglichen Erholung der Rankings mit CPC-Kampagnen abzufangen? Kann der ganze Overhead mit Stammkundschaft am Leben gehalten werden?

Dabei beißt sich die sprichwörtliche Katze ein bisschen in den eigenen Schwanz: da ist ein wirklich riesiges Trafficpotential, wenn man SEO richtig macht. Das kann und sollte man auf alle Fälle aus wirtschaftlicher Sicht zunächst unbedingt mitnehmen, weil man sonst kaum so günstig an Besucher kommt. Andererseits wird die „Verarbeitung“ dieses Traffics die Unternehmensstrukturen massiv verändern: mehr Anfragen, mehr Leads, mehr Sales, mehr Support, mehr Logistik, mehr Verwaltung! Und ja, auch mehr Geld, mit dem man die Manpower und Fixkosten auch decken kann. Das ist alles sehr logisch.

Es sollte also klar sein, dass das Wachstum möglicherweise auf wackeligen Beinen steht, sofern man keinen Plan B in der Schublade hat. Und hier kommen die alternativen Suchsysteme ins Spiel, um möglichst breite Risikostreuung zu erlangen. Branchenkollege Philipp Klöckner hat sogar erst kürzlich prognostiziert, dass Ende 2016 ein Großteil organischer Zugriffe Geschichte sein wird (zumindest für den Produktbereich bzw. transactional Querys).

Was sind alternative Suchsysteme?

Grundsätzlich sind alternative Suchsysteme alle verfügbaren Dienste, mit denen sich eine Suche ausführen lässt. Und bevor jemand meckert: ja klar, die haben alle (noch) nicht die Reichweite und das mögliche erzielbare Trafficvolumen, das google liefert! Aber in viele Fällen liefern diese Suchdienste sogar qualitativ hochwertigere Besucher.

Beispiele für alternative Suchsysteme

Es gibt alleine in Deutschland geschätzt über 100.000 solcher Möglichkeiten. In der Regel wird hier in sogenannten Verticals gespielt, also tatsächlich in themen- oder sogar nischenspezifischen Gebieten.

  • jameda.de – Suchsystem für Ärzte und medizinische Dienstleistungen
  • check24.de – Suchsystem für Stromanbieter, Reiseanbieter oder Finanzdienstleister
  • holidayinsider.com – Suchsystem für Ferienhäuser und Wohnungen
  • youtube.com – Suchsystem für Bewegtbildformate aka Videos (owned by google)
  • amazon.com – Suchsystem für Produkte aller Art
  • SIRI – Voicesearch, Personal Assistant
  • vertikale Apps aller Art
  • etc.

Die Liste ist nahezu endlos lang.

Aber auch googleeigene Kanäle können als individuelle Suchsysteme verstanden werden, denn mit dem richtigen Ansatz kann dann auch Traffic aus google-Shopping, dem Knowledgegraph, aus der LocalSearch, aus googleNews etc. gezogen werden. Wenn beispielsweise das eigene gute organische Ranking massiv durch Shopping-Ergebnisse under the fold gedrückt wird, sollte man versuchen mit dem eigenen Angebot in der entsprechenden Einblendung der Produkte zu erscheinen.

Sales-Denke oder holistisches Gesamtkonzept?

Die Meinungen zu alternativen Suchsystemen gehen sehr stark auseinander. Viele haben den Ansatz verstanden, andere lachen nur darüber. Das kann unter Umständen an der Sichtweise liegen, denn ein Online Marketing Manager muss beispielsweise Trafficzahlen reporten, untermalt von KPIs wie Conversionrate & Co. Ausschlaggebend ist meist der aktuelle Echtzeit-Umsatz mit Fokus eher mittelfristige Ziele, die einer reinen Sales-Denkweise entspringen. Kurz gefasst: wer es vermeidet eine nachhaltige und holistische Denkweise an den Tag zu legen, wird nicht verstehen, warum das Suchsystem youtube möglicherweise sehr wichtig sein könnte für die weitere Unternehmens- und Umsatzentwicklung.

Ein Video (um bei diesem Beispiel zu bleiben) wird auf youtube.com gefunden und konsumiert. Wie animiert man den Zuschauer jetzt zum Kauf? Und genau da sollte die Tellerrand-übergreifende Denkweise beginnen. Online Marketing heisst auch, langfristig zu denken und zu verstehen, wie verschiedene Maßnahmen und Kanäle ineinander greifen, verzahnt sind, und sich eben manchmal erst zeitversetzt positiv auswirken. Markenaufbau, das Erlangen eines Expertenstatus und das Gewinnen des Vertrauens von Kunden sind wichtiger denn je! Und auch dazu lassen sich Suchsysteme bzw. die Findbarkeit der eigenen Angebote und Formate in ebendiesen nutzen.

Und da wir gerade von Markenaufbau reden: im Idealfall schafft ein Unternehmen mit allen Maßnahmen im Online Marketing Mix soviel Reichweite und positive Reputation, dass zum Zeitpunkt X eine derart bekannte Marke und entsprechende Kundenbindung entstanden ist, die einen dauerhaften Besucherstrom auch ohne jegliche Suchsysteme garantiert. Dann sind google-Traffic und Besucher aus anderen Suchdiensten ein nettes Umsatz-AddOn, fallen aber bei einem möglichen Wegfall nicht wirklich schädigend ins Gewicht. Dieser Idealfall kann aber nur dann eintreten, wenn man ständige Skalierungsvorhaben moderat betreibt oder einfach ausklammert. Ich kenne mittlerweile einige Unternehmen, die mit den Umsätzen einfach mal zufrieden sind. Firmen, die sich über neue Kunden freuen, aber auch dann und wann dankend ablehnen und gar nicht weiter wachsen wollen. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber in der Regel ist es die persönliche Zufriedenheit, die in diesen Fällen viel mehr Priorität hat als kontinuierliches Wachstum. Es gibt zahlreiche Beispiele für diesen Idealfall: Gut eingeführte und alteingesessene Arztpraxen haben oft einen großen gewachsenen Kundenstamm und Ihre Skalierungsgrenze erreicht. Dann geht es nicht primär um die Neukundengewinnung, sondern auch um die Präsentation von Öffnungszeiten oder Anfahrtsbeschreibungen und Adressdaten. Hier bieten sich vertikale Suchdienste wie jameda.com oder netdoktor.de an. Menschen, die hier suchen, haben eine sehr exakte Absicht: sie wollen einen Arzt in Ihrer Nähe finden, oder eben besagte Daten wie Öffnungszeiten & Co. abfragen.

Konkrete Anwendungsbeispiele für alternative Suchsysteme und Trafficquellen

Angenommen wir möchten die Belegungsfrequenz unserer Ferienwohnung verbessern. Dann können wir versuchen bei google organisch für „Ferienwohnung + Stadt“ organisch zu ranken. Das kann unter Umständen sehr aufwendig und auch kostenintensiv sein, da viele große Portale und Marken die Top-Positionen belegen. Eine Verdrängung kostet vor allem Zeit, aber auch Geld.

Tipp 1:
Wir sollten einen googleBusiness bzw. googleLocal Eintrag vornehmen, um zusätzlich in der Localsearch bzw. den entsprechenden Oneboxen aufzutauchen. Google zeigt diese verstärkt meist als 7er Block in den SERPs an. Wir machen uns damit natürlich nicht unabhängig von google, aber wir nutzen diesen aktuellen Trend und sind damit nicht mehr zu 100% von echten organischen Rankings abhängig.

Tipp2:
Wir sollten in Erwägung ziehen bei airbnb.com gelistet zu werden. Immer mehr Nutzer kennen das Portal und haben gute Erfahrungen mit den angemieteten Objekten gemacht. Airbnb.com ist damit ein hervorragendes alternatives Suchsystem, weil es mittlerweile viele potentielle Mieter bzw. mögliche Kunden gibt, die bei einem konkreten Bedarf nach einer Unterkunft nicht mehr über google, sondern direkt dort suchen.

Tipp3:
Ähnlich funktionieren andere Unterkunft-Suchdienste wie ferienwohnungen.de, holidayinsider.com, traum-ferienwohungen.de oder fewo.de. Ein Eintrag dort kostet zwar i.d.R. Geld, kann sich unter Umständen aber durchaus lohnen. Diese alternativen Suchsysteme helfen bei der Auslastung der Unterkunft.

Tipp4:
Um alterative Trafficquellen zu finden (ganz unabhängig vom Vertcial „Ferienunterkünfte“) kann man ganz einfach bei google z.B. nach „Airbnb Alternativen“ suchen. Man setzt einfach einen der größeren Anbieter als Suchterm ein und bekommt in der Regel eine Menge von Ergebnissen, die Ausweichmöglichkeiten präsentieren. Am Beispiel „Airbnb Alternativen“ stößt man sehr schnell auf weitere Anbieter wie wimdu, 9flats oder housetrip, bei denen man dann einen Eintrag erwägen sollte. Wir haben uns mal 5 Minuten Zeit genommen und google-Alternativen für Ferienhausanbieter recherchiert: neben den oben genannten Playern, gibt es jede Menge kleinere und mittlere Portale, die einen Ferienhaus-Vergleich anbieten. Nicht immer mit eigenem Portfolio, oft auch Affiliate-Projekte, die Fremdangebote präsentieren, aber dennoch einen Blick wert.

Tipp5:
Aggregatoren finden! Es gibt eine Vielzahl von Aggregatoren, auf deren Portal ein Listing Sinn machen kann. Es gilt heraus zu finden, bei welchen Datenquellen diese sich bedienen. Wird man bei der Datenquelle gelistet, erscheint man auch automatisch auf dem Portal des Aggregators bzw. Suchsystems.

Welche Suchdienste machen Sinn?

Selbstverständlich muss jedes Unternehmen wirtschaftlich abwägen, ob ein alternatives Suchsystem Sinn macht, vor allem dann wenn es (meist auf monatlicher Basis) kostenpflichtig ist. Dabei kann man unterschiedliche Quellen und Dienste zur Bewertung heran ziehen. Perfiderweise ist dabei die Sichtbarkeit in google ebenfalls eine mögliche Kennzahl, um den Wert des alternativen Suchsystems zu bestimmen. Aber auch Anbieter wie alexa.com oder similarweb.com können hinzu gezogen werden, um zu prüfen, ob auf dem Suchsystem überhaupt „was los“ ist und darüber Kunden gewonnen werden können. Weitere Softfacts wie Anzahl der Facebook-Fans, Twitter-Follower etc. geben zusätzliche Hinweise auf die Reichweite und Seriösität der Trafficquelle.

Bessere Rankings in alternativen Suchsystemen

Ähnlich wie bei google geht es natürlich auch in alternativen Suchsystemen darum, optimal bzw. ganz weit oben gefunden zu werden. Um dort also besser ranken zu können, muss man zunächst verstehen, wie die jeweilige Rankingsystematik funktioniert, denn auch in anderen Suchsystemen herrscht viel Wettbewerb. Ein gutes Beispiel für ein wirklich riesiges alternatives Suchsystem mit sehr viel Wettbewerb ist amazon.com. Wie schaffe ich es also mit meinem Angebot bei amazon.com in einem kompetitiven Umfeld besser zu ranken, als meine Wettbewerber? Hier gibt es eine recht umfangreiche Dokumentation dazu: http://marketplace-analytics.de/rankingalgorithmus-amazon

Am Beispiel Arztsuche auf jameda.com: welches sind die Rankingfaktoren, die eine Profilseite eines Arztes auf die erste Position bringen? Dort gibt einen eigenen hausinternen Algorithmus, der die Rankings auf Basis von verschiedenen Merkmalen wie Anzahl der Bewertungen, durchschnittliche Bewertung, aber auch Umkreisfaktoren, d.h. Erreichbarkeit ermittelt und ausgibt. Um sein Ranking als Arzt dort also zu verbessern, sollte man seine Patienten z.B. bitten, dort eine Bewertung abzugeben.

Stichwort Risikostreuung: ein Vergleich

Ich bin immer wieder überrascht, warum das Thema alternative Suchsysteme teilweise eher belächelt wird. Wenn man den entsprechenden Personen die Frage stellen würde, wie sie ihr Geld anlegen, dann würde in den meisten Fällen die Antwort kommen: „ich streue da über verschiedene Anlagemodelle, Aktien und Fonds.“. Das ist ein sehr guter Vergleich und zeigt deutlich, warum es Sinn macht auch Trafficquellen abseits der google-Suche auszubauen.

Warum? Die Antwort ist einfach: Ich könnte alles zur Verfügung stehende Geld in das bestverzinste Anlagemodell oder sogar eine einzige Aktie stecken. Allerdings sind Anlagegeschäfte immer gleich strukturiert: je höher die mögliche Rendite, desto höher das Risiko eines Totalverlustes. Deshalb streuen Ottonormal-Anleger oft eher risikoavers über viele verschiedene Aktien, Fonds und sonstige Modelle und investieren auch in Bereiche, die nicht kurzfristig viel Rendite versprechen, sondern langfristig und relativ sicher kleine bzw. moderate Kursgewinne abwerfen.

Sicher, es gibt auch die Zocker, die große Risiken in Kauf nehmen und dabei auch manchmal hohe Gewinne einfahren. Aber oft verlieren sie auch sehr viel Geld in sehr kurzer Zeit. Man muss es „sich leisten können“, Spielgeld haben, dann kann man das Risiko eingehen, ohne später vor dem Nichts zu stehen. Und genauso verhält es sich für viele Firmen auch beim google-Traffic: wer all seine Ressourcen in ein einziges System investiert und alleine in den Aufbau von google-Rankings steckt, kann in guten Zeiten überaus profitieren, trägt aber auch das Risiko mit einem mal alles zu verlieren.

Suchtrends bei der Auswahl von möglichen sinnvollen Suchsystemen beachten

Der digitale Suchmarkt verändert sich laufend und vor allem auch schnell! Bei der Auswahl geeigneter alternativer Suchsysteme muss man deshalb aktuelle Trends und Tendenzen auf dem Schirm haben. User tendieren nicht nur dazu Suchsysteme zu nutzen, die die besten Suchergebnisse liefern, sondern auch dazu, Anbieter zu wählen, die besonders praktisch und einfach zu bedienen sind. Ein Trend geht z.B. Richtung Voice Search: Siri oder Cortana liefern mir ohne manuelle Suchworteingabe in einen Suchschlitz mittlerweile sehr passende individualisierte und lokale Suchergebnisse. Ein tolles Beispiel ist die Spracheingabe bei Siri „ich habe Hunger“. Auf Basis dieser sprachlichen Eingabe erhält der Suchende passende Vorschläge für Restaurants in der Nähe. Und es kommt noch besser: in Zukunft werden die Suchergebnisse immer weiter verfeinert, d.h. es werden nicht nur Restaurants in der Nähe gelistet, sondern sogar „geschmacklich“ relevante Angebote auf Basis der eigenen Historie. Hat man als Nutzer des Öfteren beim Asiate eingecheckt, werden dann vornehmlich auch Vorschläge kommen, die asiatische Restaurants beinhalten.

Zusätzlich sei angemerkt, dass die klassische und altbekannte Keywordrecherche hier keinen wirklichen Sinn mehr macht. Das Suchverhalten ändert sich und Dienste wie Siri erkennen, dass Anfragen wie „ich habe Hunger“ der Absicht entsprechen, Nahrung zu sich nehmen zu wollen. Eine keywordfokussierte Optimierung von Inhalten auf Suchbegriffe wie „besten asiatisches Restaurant in [Stadt]“ werden damit zwar nicht gänzlich hinfällig, werden aber dennoch weniger Traffic bringen als aktuell. Um also als Restaurant für „ich habe Hunger“ in der betreffenden Stadt gefunden zu werden, müssen andere Faktoren, wie Bewertungen und Checkins passen. Das ist natürlich für das betreffende Restaurant eher unangenehm und unpraktisch für die SEO-Agentur, da sich diese Faktoren schwerer manipulieren und optimieren lassen. Um an dieser Stelle „zu optimieren“ muss tatsächlich das Angebot passen: das Essen muss gut sein und der Service sollte passen!

Insights, Tipps und Tricks zu alternativen Suchsystemen

Um diesen Artikel abzurunden und ein objektiveres Meinungsbild zu schaffen, haben wir einige Branchenkollegen aus der digitalen Suchindustrie um zusätzlichen Input gebeten und auch einiges an Feedback bekommen. Dabei sind neben klassischen Agenturen auch Betreiber von eigenen Suchsystemen.


Christoph Hanenkamp – traum-ferienwohnungen.de

Meine grundsätzlichen Empfehlungen für Fewo-Suchmaschinen:

1. Der Preis ist extrem wichtig. Zwar sortieren fast alle Anbieter die Ergebnisse nach „Relevanz“, allerdings ist die Sortierung nach Preis die mit Abstand am häufigsten genutzte Sortierfunktion. Bei uns sind das rund 18 Prozent der Nutzer. Wenn ich den Preis meiner Konkurrenten dann auch nur um 1 Cent unterbiete, ranke ich besser. Da sehr viele Vermieter mit glatten Preisen arbeiten, bietet dies viel Spielraum für die Nachkommazahl. Ich kann jedem nur empfehlen, der selber inseriert, hier die Preise der Konkurrenz im Auge zu behalten und die eigenen Preise entsprechend minimal anzupassen, falls sinnvoll.

2. Bilder sind ebenfalls extrem wichtig. Der erste Eindruck zählt und da ist das Vorschaubild sehr ausschlaggebend. Auch wenn das eigentlich klar sein sollte, sehe ich jeden Tag, dass dies bei vielen Vermietern noch nicht angekommen ist. Ein optisch ansprechendes Bild ist in jedem Fall der größte Hebel für eine gute Klickrate.

3. Die Angabe der Ausstattung wird ebenfalls häufig vernachlässigt. Einige Merkmale sind hier nicht so wichtig, aber gerade so etwas wie Wlan, Sauna oder Pool wird natürlich extrem häufig nachgefragt. Hier sehen wir immer wieder, dass viele Vermieter nachlässig sind und die Merkmale nicht vollständig oder gar nicht ausfüllen. Entsprechend tauchen sie dann auch nicht auf, wenn ein Nutzer diese Filter auswählt.

4. Custom Snippet: Eine kleine Besonderheit, die wir unseren Urlaubern bieten, ist die individuelle Beschreibung für einzelne auswählbare Urlaubsideen (Bspw. Strandurlaub, Urlaub mit Hund, usw.). Ähnlich wie die Description in den Google Serps kann der Nutzer hier individuelle Beschreibungen für jede einzelne Urlaubsidee angeben und so die Klickrate erhöhen. Wenn er diese Möglichkeit nicht nutzt, zeigen wir die Standardobjektbeschreibung an. Die passt dann aber meistens auch nicht so gut zur Suchanfrage des Nutzers, entsprechend ist die Klickrate niedriger.

Die Empfehlungen gelten nicht nur für uns, sondern sind eigentlich auf allen gängigen Plattformen so anwendbar.


Heiko Höhn – funktion5.de

Lokale Geschäfte nutzen zu selten die Möglichkeit, sich in Branchenverzeichnissen mit einem kostenlosen Eintrag anzumelden. Eine Recherche Übersicht der Branchenbücher ist für Deutschland mit https://www.yext.com/pl/powerlistings-de/scan.html schnell erledigt.
Ob man nach der Recherche die Dienstleistung zum Eintragsservice beansprucht oder die Anmeldung selber erledigt, kann jeder in Ruhe entscheiden.


Michael Schöttler – seo-portal.de

Suchsysteme gibt es ja viele, die Frage die sich stellt ist, was versteht der Einzelne unter diesem Begriff. Beim SEO Portal haben wir gemerkt, dass die Leser schon deutlich an alternativen zu Google interessiert sind. Sei es, dass es eine alternative Suchmaschine gibt, oder der Traffic von anderen Kanälen zu erhalten ist. Hier ist in der Vergangenheit besonders Duckduck positiv aufgefallen. Auch die Artikel über die noch junge Suchmaschine werden häufiger Konsumiert als z.B. Berichte über Bing.

Dennoch bleibt die Frage: was tun? So sehen wir im Agenturalltag immer wieder, dass Chefs nur Google als Trafficquelle haben wollen und auch jegliche Argumentation im Keim erstickt wird. Manchmal spielen aber logische und bewusste Entschlüsse eine Rolle, wie der Händler der sich gegen Amazon entscheidet weil Amazon der Tod des kleinen Händlers ist. So oder so ist eine Suche nach alternativen Suchsystemen derzeit bei vielen schon ein Thema, aber aus den verschiedensten Gründen derzeit ein echtes Problem. Beim SEO Portal haben wir daher auch begonnen alternative Trafficquellen und Suchsysteme aufzuzeigen.

Eine Besonderheit scheint auch derzeit noch die Behörde zu sein. Hier wird neben Google kaum ein anderes Medium in der Betrachtung akzeptiert. Schon mit einfachen Social Media Inhalten wird sich schwergetan. Diese gesamte Entwicklung ist sehr schade, denn schaut man sich einmal die Entwicklung bei Google an, dann scheint es höchste Zeit zu sein sich auch nach rechts und links zu orientieren.


Alexander Geissenberger – expose360.de

Die eigentliche Aufgabe ist es, die passende Suchmaschine / Trafficquelle für sein Produkt zu finden. Neben offensichtlichen Anbietern wie wer-liefert-was, Jameda, myHammer oder TripAdvisor existiert eine enorme Bandbreite an Potentialen. Umso spitzer die Zielgruppe umso besser. Von WhatsApp bis hin zu envato müssen mögliche Quellen nach Relevanz und Sales-Potential richtig eingeschätzt, bespielt und getrackt werden.

Wie meist im Online Marketing spielen Influencer eine wichtige Rolle. Mein Tipp ist es, diese ausfindig zu machen und direkte Kooperationen zu schließen. Facebook Gruppenbetreiber eignen sich bspw. sehr gut – selbst bei Gruppen >2000 Mitglieder. Diese sind meist für neue (und möglichst exklusive) Deals / Themen dankbar. Sprecht die Betreiber direkt an und bittet ganz klassisch um Produkt-Rezensionen innerhalb der FB–Gruppe. Was da am Rande an Provisionen, Incentives etc. drin ist, könnt Ihr euch überlegen. Die Interaktionsraten sind enorm hoch und es lassen sich direkt Sales generieren. Je nach Thema lässt sich dieses Vorgehen sehr leicht skalieren.

Auch können bereits mittelgroße Instagram-, Pinterest-, YouTube-, usw. Accounts für spürbares Sales-Wachstum sorgen. Mittlere dreistellige Sales-Zahlen / Monat / Plattform sind keine Seltenheit und innerhalb kürzester Zeit realisierbar.


Zusammenfassung und Fazit

Jeder muss letztendlich selber für sich entscheiden, ob und welches alternative Suchsystem für das eigene Geschäftsmodell Sinn macht. Fakt ist: es gibt zahlreiche Alternativen da draußen! Es ist aus unserer Sicht sehr wichtig, dass sich Firmen, die einen Großteil der Besucher über die organische google-Suche beziehen im Klaren darüber sind, was auf dem Markt gerade passiert und was mögliche Traffic-Alternativen sind. Wir haben in den letzte 15 Jahren unserer Tätigkeit im Suchumfeld zahlreiche Beispiele erlebt, bei denen Firmen von heute auf morgen vor dem Aus standen, weil Tante google sie nicht mehr lieb hatte. Organischer Google-Traffic ist super, kann aber schnell zu einer gefährlichen nicht-bidirektionalen Abhängigkeit führen. Wir empfehlen daher auch auf alternative Suchsysteme zu setzen und parallel dazu eine bidirektionale Abhängigkeit zu google zu schaffen!

Content Marketing Kosten

Die Frage “was kostet Content Marketing?” hören wir fast täglich in der Agentur. Wir möchten hier versuchen diese Frage zu beantworten. “Versuchen” deshalb, weil es nahezu unmöglich ist diese Frage konkret zu beantworten. Die Beste Antwort wäre vermutlich: “kommt drauf an!”, aber wir möchten schon etwas tiefer in die Antwortkiste greifen und erklären, warum das so ist!

Was kostet Content Marketing eigentlich?

Unternehmer und Marketing Verantwortliche müssen sich natürlich immer die Kosten/Nutzen-Frage stellen und eine der ersten Fragen ist damit (leider) auch immer zunächst die nach den Kosten! Und die Antwort kann entweder sehr kurz ausfallen, oder auch sehr lang. Von was hängen die Kosten für Content Marketing nun eigentlich genau ab? Hier ein Erklärungsansatz:

  1. Die Content Marketing Kosten sind zunächst abhängig vom Umfang. Content Marketing ist ein Prozess, der mit viel Basisarbeit beginnt, viel Kreativität erfordert, Aufwand in der Produktion mit sich bringt, Werbekosten beim Seeding verursacht, Ressourcen für die Analyse und das Monitoring in der laufenden Kampagne mit sich bringt und mit der Umsetzung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses endet. Wenn wir also diese Frage gestellt bekommen, müssen wir zunächst herausfinden, wo der Kunde steht. Und das führt uns direkt zu Punkt 2.
  2. Content Analyse und Status Quo: Es gibt Firmen, die machen grundsätzlich schon ordentliches Content Marketing bzw. haben ein Grundverständnis für die Materie und haben sich auch mit der Theorie bereits auseinander gesetzt. Hier kann ein erfahrener Blick von außen teilweise Wunder wirken. Eine handvoll Berater-Manntage über einen Zeitraum X mit dem klaren Ziel “Coaching und KnowHow-Transfer” kann dabei ziemlich klar in ein konkretes Kosten-Korsett geschnürt werden. Die Tagessätze variieren dabei natürlich stark von niedrigen 3-stelligen Tagessätzen bis zu moderaten oder auch sehr hohen 4-stelligen Beträgen. Rechnen wir einfach mal mit einem durchschnittlichen Tagessatz von 1.000,- Euro netto: 4 Manntage pro Monat für 6 Monate, um das Unternehmen im Content Marketing sicher aufzustellen sind durchaus realistisch. Damit landen wir erstmal bei Kosten von 24.000,- Euro netto rein für die Beratungsleistung, was uns auch schön zu Punkt 3 überleitet.
  3. Content Marketing Konzepte und Strategien sind das Eine. Das Unternehmen muss den Content dann aber auch auf die digitale Strasse bringen. Ideen sind toll, in der Umsetzung liegt die Kraft! Nehmen wir einfach mal an, eine Persona-Analyse hat ergeben, dass wir unser Content Marketing Ziel am besten mit einem entsprechenden Bewegtbildformat erreichen können. Das bedeutet zunächst einmal: wir brauchen ein Drehbuch! Wir brauchen dann aber auch jemanden, der die Umsetzung des Videos realisieren kann. Drehbuch und Dreh kosten Zeit und damit auch Geld. Schon wieder Kosten! In den meisten Fällen haben Unternehmen kein eigenes Studio geschweige denn Mitarbeiter, die Drehbücher schreiben können. Und wenn das Video fertig ist, muss es ja auch noch auf dem entsprechenden Kanal publiziert werden. Und auf der eigenen Seite! Was uns zu Punkt 4 bringt.
  4. Reichweitenstarke Kanäle wie Youtube sind nicht per se immer auch Erfolgsgaranten. Ob die Kampagne mit dem neuen Video durch die Decke geht ist von vielen kleinen und großen Faktoren abhängig. Bereits bestehende Fans und Follower können einen großen Impact haben, der Aufbau der Fanbase kostet aber auch Geld bzw. verursacht Kosten. Und damit meine ich nicht irgendwelche dubiosen Einkaufsplattformen für Fans und Abonnenten. Die eigene Fanbase ist ein (langfristiges) Asset, dass viele Unternehmen noch viel zu stiefmütterlich behandeln. Und in den meisten Fällen werden die Kosten dafür dann einer Stelle oder Abteilung zugeordnet (z.B. Social Media) und können dann nur noch schwer mit einzelnen Content Marketing Kampagnen in Verbidung gebracht bzw. verrechnet werden. Die Content Marketing Kosten werden damit verfälscht bzw. intransparent.
  5. Content Produktion: in der Regel wird hier der größte Kostenpunkt vermutet. Und in der Regel ist das leider falsch! Mal angenommen wir haben ein konkretes Ziel herausgearbeitet und wollen Leads generieren. Als Format nutzen wir einen umfangreichen 20-seitigen Ratgeber. Das Ding hat uns 10.000 Euro gekostet! Klingt viel? Nein, ist es aber nicht: der Autor hat 4.000,- Euro bekommen, ein Designer hat das PDF schön gelayoutet und mit Bildern und Grafiken für weitere 3.000,- Euro aufgehübscht. Für den Kreativprozess, Recherche und Briefing sind 8h Stunden drauf gegangen. Das schon BEVOR der Autor überhaupt loslegen konnte. Abstimmung, Korrektorat, Freigabeprozesse mit der Unternehmenskommunikation, Feedbackschleifen und der Überabreitungsprozess, erneute Freigabeprozesse und Proofreading haben nochmal 8h gefressen. Und da das Unternehmen das nicht selber InHouse machen konnte sind in den 10K Euro eben auch noch die Margen für Agentur, Grafikdesigner etc. drin. Ja, ein 20-seitiger Ratgeber kann 10`€ kosten. Nur leider haben wir jetzt erst den Ratgeber fertig, was uns direkt zu Punkt 6 bringt.
  6. Das System: wir bekommen den Lead des potentiellen Kunden nicht einfach so! Dafür müssen wir etwas tun. Und das bedeutet in der Regel nicht ein einfaches Hochladen des Ratgebers auf den Server, sondern weitere Einzelschritte, die Kosten verursachen. Es muss jemanden geben, der koordiniert und bestimmt welche Inhalte des Ratgebers als Leseprobe auf der Landingpage veröffentlicht werden. Diese Entscheidung muss möglicherweise wieder von der Unternehmenskommunikation oder dem Marketing abgenommen werden, was Zeit und Geld kostet. Oftmals werden solche Kampagnen auf Microsites veröffentlicht und hängen nicht als Unterseite im im Firmenweb. Da muss sich also ein Entwickler/Webdesigern Zeit nehmen, um das umzusetzen. Und dann steht ja erst die Microsite und wir müssen noch den ganzen DOI-Prozess, Downloadverwaltung/Handling sprich das Lead-System programmieren. Jetzt die weniger große Überraschung: das kostet! Wenn wir das jetzt alles umgesetzt haben, steht eine schicke neue und jungfräuliche Microsite/Landingpage im Netz. Bevor wir aber mit Punkt 7 weitermachen: haben wir eigentlich schon an die Erfolgsmessung gedacht? Können wir mit dem Traffic, der sich hoffentlich einstellt weitere Assets wie Custom Audiences oder Remarketing-Listen aufbauen? Und müssen wir vorher noch mit “Legal” reden, ob wir das überhaupt dürfen? Datenschutz in Deutschland ist nämlich so eine Sache! Ach ja, auch das kostet Zeit und damit Geld! So, jetzt aber echt weiter zu Punkt 7.
  7. Content Seeding: unsere brandneue Lead-Maschine muss jetzt unter die Leute gebracht werden bzw. wir müssen die erfolgsnotwendige Reichweite und Sichtbarkeit erschaffen. Das Design sieht super aus, der DOI-Prozess ist getestet (wir haben einfach mal verzichtet daraus einen separaten Punkt zu machen, aber JA, auch das kostet), Tracking-Pixel sind verbaut (und getestet, was auch….) und wir haben von der UK und Legal die finale Freigabe für den Launch bekommen. Unser 10.000,- Euro Ratgeber wartet jetzt auf der Microsite/Landingpage auf zahlreiche Downloads, die wie aber nur bekommen, wenn auch (die richtigen) Besucher auf das Angebot aufmerksam gemacht werden. Der Outreach zur Presse und zu Bloggern läuft an. Die Vorbereitung hat einige Stunden in Anspruch genommen. Genauso wie die Keyword- und Suchintentionsanalyse im Vorfeld, um die AdWords-Kampagne optimal aufzusetzen. Da wir auch Display machen über das GDN hatte der Grafikdesigner im Vorfeld noch ein paar Banner zu designen und das SocialMedia-Team hat auch einen guten Job gemacht und sich die möglichen Audiences angeschaut, um die Facebook-Ads effizient auszusteuern. Und der Leser, der bis hier gekommen ist ahnt es vermutlich schon: das alles kostet Zeit und damit Geld. Egal, die Kampagne läuft jetzt und die Werbekonzepte und der Outreach funktionieren super. der Trafficstrom rollt, was uns zu Punkt 8 bringt.
  8. Kampagnen Monitoring: die Besucher sind da, aber kommen auch tatsächlich Leads rein? Und wie viele eigentlich? Wir haben ja schließlich 10.000,- Euro in den Ratgeber gesteckt und da wäre es schon toll zu wissen, ob die Konversionrate gut oder schlecht ist! Und was ist wenn wir eher unterdurchschnittlich performen? Dann muss der UX-Designer nochmal ran und Conversion-Optimierung machen. Stoppen wir die Ads in der Zwischenzeit, oder machen wir einfach weiter mit der Besucherakquise? OK, wir brauchen vielleicht ein Redaktionsmeeting an dem auch die UXler teilnehmen. Und guess what: 5 Leute für 1h in einem Meetingraum mit ungewissem Ausgang kosten! Aber nehmen wir einfach mal an, es ist ein konstruktives Meeting mit klarem Ausgang und Folgezielen. Die muss ja auch wieder jemand umsetzen, der in der Regel nicht der Praktikant ist, was uns zu Punkt 9 bringt.
  9. KVP im Content Marketing: Failure is an option! Aber nur dann, wenn wir daraus lernen. Deshalb brauchen wir im CML (Content Marketing Lifecycle) einen KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess). Detaillierte Kampagnenanalyse und Auswertung führt langfristig zu besseren/effizienteren Content Marketing Kampagnen. Und dafür braucht das Unternehmen qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter. Mit Praktikanten ist das eher schwer umzusetzen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Warum wir das hier erwähnen? Gute, erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter sind eben nicht günstig!
  10. Kontinuität: Content Marketing ist kein einmaliger Schnellschuss. Erfolge stellen sich meist erst nach vielen verschiedenen (oft mehr oder weniger erfolgreichen) Kampagnen ein. Kontinuität und eine gewisse Kampagnenfrequenz sind extrem wichtig, gerade wenn wir strategische oder operative Ziele erreichen möchten. Markenbildung und -aufmerksamkeit entstehen nur in den seltensten Fälle durch einen einzigen Kontakt/Touchpoint. Potentielle Kunden benötigen oft 7-8 Marken- oder Produktkontakte, um zu konvertieren (im Sinne von Leads oder Sales). Und jetzt nehmen wir nochmals das o.g. Beispiel und multiplizieren die Kosten einfach mit X Kampagnen pro Monat.

Wer die 10 Punkte aufmerksam gelesen und verstanden hat wird erkennen, dass eine Pauschalantwort auf die Frage “Was kostet Content Marketing?” schlichtweg unmöglich ist. Die Content Marketing Kosten hängen dafür von zu vielen unterschiedlichen Einzelfaktoren ab. Angefangen beim Kreativprozess, über das Content Format, die Werbekosten und den Verbesserungsprozess.

wie teuer ist Content Marketing?

Antwort: so teuer wie nötig! Und so günstig wie möglich! Wir haben hier bewusst das Wort “günstig” verwendet. “Billiger Content”, und da sind wir uns hoffentlich einig, fällt eher unter den Begriff “Spam” und ist für Content Marketing Maßnahmen nicht geeignet. Content Marketing funktioniert nur dann, wenn die Inhalte so hochwertig wie möglich sind. Leider haben das viele Firmen noch immer nicht begriffen und hoffen mit 0815-Inhalten auf große natürliche Reichweite.

mit dem richtigen Content zu mehr Reichweite

Content Produktion ist ein Invest in die Zukunft. Man kann es mit dem ersten eigenen selber gebauten Haus vergleichen: da spart man auch nicht an jeder Ecke, weil man vermutlich für den Rest seines Lebens darin angenehm und gemütlich wohnen möchte. Ein gewisser Standard muss sein. Als Bauherr hat man einen gewissen Anspruch an Wohnräume, Wände, Ausstattung und Möbel. Ähnlich sollte das mit dem eigenen Content auch sein. Texte von der Stange (in der Regel eben nicht von Experten verfasst, sondern von Menschen, die sich so ihr Geld verdienen müssen), Erklärvideos aus dem Baukasten, Infografiken für 150,- Euro das Stück oder Ratgeber von Menschen, die eigentlich gar keinen Rat geben können funktionieren nicht. Da kann man das Geld auch einfach durch das geöffnete Fenster werfen.

guter Content ist ein Geschenk an den Leser

Wer guten Content produziert macht seinen Lesern ein Geschenk: der Besucher findet wertvolle Informationen, findet möglicherweise Zerstreuung und Ablenkung oder eine Lösung für sein aktuelles Problem. Wer es schafft solch guten Content zu kreieren, wird den Großteil der Besucher begeistern und sein Produkt oder seine Marke in den Köpfen verankern. Content der das nicht schafft ist für Content Marketing ungeeignet! Egal was er kostet!

Content Kosten und Content ROI

Die Kosten für Content sind eigentlich erst einmal völlig egal! Sofern der ROI stimmt. Für einen Ratgeber inklusive Seeding 30.000,- Euro auf den Tisch zu legen, klingt für die meisten zunächst nach unfassbar viel Geld. Ist es auch…. aber nicht wenn die Qualität stimmt und der ROI positiv ist. Nehmen wir einfach mal an, der Ratgeber ist nur in Leseproben teilweise öffentlich verfügbar. Wer das komplette Werk lesen möchte, der tauscht seinen Datensatz gerne gegen das Schriftstück. Wir können damit also “Leads” einsammeln.

Angenommen wir schaffen es durch kluges Seeding und effizienten Budgeteinsatz das Dokument an 60.000 Menschen zu verteilen. Dann kostet uns ein Lead nur noch 50 Cent. Die Krux an der Sache: oft wird versucht einen direkten ROI zu messen! Das ist falsch! Menschen, die den Inhalt konsumiert haben werden nicht in der nächsten Sekunde direkt Stammkunde. Wir brauchen möglicherweise zig Touchpoints über einen sehr langen Zeitraum, um aus dem Interessent am Ende einen Kunde zu machen.

Das Zeitfenster ist dabei je nach Produktangebot oder Service sehr dehnbar und abhängig von sehr vielen verschiedenen Faktoren, wie z.B. dem Preis oder der Lebenssituation. Und genau das ist das Problem: Konsument A ist vor 4 Monaten zum ersten Mal mit unserem Produkt oder der Marke durch den Ratgeber in Kontakt gekommen. Wir haben ihm dann und wann eine nette eMail aka Newsletter geschickt und ihn über Wochen mit Retargeting-Maßnahmen verfolgt. Irgendwann fällt die konkrete Kaufentscheidung, wird (und kann) aber in den meisten Fällen nicht mehr der Ratgeber-Kampagne zugeordnet werden und trägt damit auch nicht mehr zum ROI auf diese Maßnahme bei. Und genau deshalb ist eine exakte Erfolgsmessung im Content Marketing so wichtig und deshalb werden auch hier verstärkt entsprechende Attributionsmodelle immer wichtiger. Nicht nur kanalbezogen, sondern kampagnenbezogen!

Achtung: jetzt wird es komplex

Um den ROI zu berechnen kann man sich Werte wie den CPL (Cost per Lead) anschauen, später auch den CPO (Cost per Order) oder CPS (Cost per Sale) betrachten. Am Ende des Tages auch den zusätzlich Umsatz, der durch die Kampagne entstanden ist. Alles schön und gut. Aber wie wird denn beispielsweise der positive Markenbildungseffekt in der ROI-Berechnung berücksichtigt? Brand Exposure hat auch einen Wert, den die meisten Content Marketer und Unternehmen bei der Kostenbetrachtung unter den Tisch fallen lassen. Oder TOS (time on site bzw. Aufenthaltsdauer)? Wenn wir es schaffen den Besucher mit unserem teuer erstandenen und produzierten Inhalt länger als sonst auf der Seite zu halten und vielleicht sogar durch den Content dazu animieren, sich näher und intensiver mit unserem Online-Angebot zu befassen (Stichwort Click-Journey), dann trägt das z.B. dazu bei, dass wir über kurz oder lang bessere Rankings bei google (oder BING #nottested) bekommen. Weil die Nutzersignale plötzlich super sind. Ich kenne kein Unternehmen, dass diesen positiven Effekt in der ROI-Berechnung in irgendeiner Form berücksichtigt. Das liegt unter anderem daran, dass die Effekte schwer kalkulier- und planbar sind. Nichtsdestotrotz gibt es diese positiven (aber schwer messbaren) Effekte und sie sind aus unserer Sicht auch Teil des möglichen ROI.

Return on Investment oder kurz ROI ist eine Kennzahl im Marketing, die das eingesetzte Kapital in ein prozentuales Verhältnis zum erwirtschafteten Gewinn setzt. Quelle: https://de.ryte.com/wiki/Return_on_Investment

Das ist die Standarddefinition für die Abkürzung ROI (Return on Investment), die sich allerdings leider rein auf den direkten finanziellen Gewinn bezieht. Nachgelagerte bzw. zeitlich versetzte finanzielle Gewinne z.B. auf Grund von verbesserten Rankings, verbesserter Reputation und erhöhter Markenbekanntheit fallen hinten runter. Schade eigentlich, oder?

Retargeting: das 2-Ebenen Modell

Kommen wir auf das bereits mehrfach erwähnte Beispiel des nicht gerade günstigen neuen Ratgebers zurück: In der Regel wird der direkte Impact im Sinne von Anzahl der neuen Leads als Messgröße herangezogen. Es gibt aber noch eine 2.Ebene, die erfahrungsgemäß selten in der ROI Betrachtung berücksichtigt wird. Beim Content Seeding bzw. der Content Vermarktung schaffen wir zahlreiche neue qualifizierte Besucher auf unser neues Angebot (in diesem Fall der Ratgeber). Auch wenn der Besucher das Dokument nicht herunter lädt, können wir ihm dennoch z.B. ein Facebook Pixel verpassen oder ihn in eine Remarketing-Liste packen. Ein neuer Datensatz (wenn auch anonym natürlich) bzw. ein neuer potentieller Kunde, den wir mit den Retargeting-Maßnahmen auch nach der Kampagne noch und wieder erreichen können hat in unseren Augen eigentlich auch einen finanziellen Wert.

Klar zählt am Ende des Tages das, was unter dem Strich steht! Nur solange in den meisten Firmen noch keine anständigen Attributionsmodelle sowohl auf Kanal- als auch Kampagnenbasis angewandt werden, ist die ROI-Diskussion mühselig.

Wir haben hier als Beispiel immer den Ratgeber verwendet und als klares Engagement-Ziel die Leads erwähnt. Es gibt aber noch 2 weitere Zielebenen und in diesen weitere Unterziele, deren Erreichungsgrad oftmals noch schwerer messbar ist. Wie wird “Reputation” beispielsweise als Content Marketing Ziel quantifizierbar gemacht? Wie misst man hier den guten alten ROI? Und was darf eine Content Marketing Kampagne kosten, die die Reputation verbessern soll?

die gute Nachricht: Content Marketing muss nicht immer viel Geld kosten!

Wir haben in diesem Artikel natürlich bewusst ein sehr kostenintensives Beispiel erwähnt, es geht aber auch deutlich günstiger. Wichtig dabei: Der Content sollte tatsächlich etwas besonderes sein! Er sollte am besten einzigartig sein, die Erwartung des Besuchers erfüllen und am Ende das Problem des des Besuchers lösen. Vielleicht hat der Besucher gerade schlechte Laune gehabt. Wenn wir es schaffen mit unseren Inhalten ein Lächeln in das Gesicht zu zaubern, dann haben wir auch ein Problem gelöst! Es muss nicht immer ein 20-seitiger Ratgeber sein, oft funktionieren spontane kleine Inhalte ebenso gut ohne gleich das Bankkonto schwer zu belasten. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, die mit ihrer ganz eigenen Zielausrichtung einfach passen.

Also, was kostet Content Marketing denn nun wirklich?

Kollegin Jessica Köferl hat drüben im SEOkratie-Blog dazu eine ganz gute Aufstellung unter dem sehr lesenswerten Artikel (allerdings mit der reinen SEObrille) zum selben Thema gemacht. Sie geht dabei einfach beispielhaft von 4 Content Marketing Kampagnen bzw. in ihrem Fall von 4 Texten pro Monat aus und kommt auf insgesamt 55 Stunden inklusive Seeding bzw. Content Distribution. Das sind etwa 7 Manntage, wobei es hier schwer ist mit einem einzigen Tagessatz zu rechnen, weil Texter und Vermarkter/Distributoren in der Regel andere Preise haben. Aber rechnen wir doch der Einfachheit halber mit 1.000,- Euro Tagessatz: wir kommen also bei roundabout 7.000,- Euro raus. Allerdings ist das wirklich sehr pauschal gerechnet und berücksichtigt keinesfalls die Produktion zusätzlicher Formate wie Videos oder sonstiges Bildmaterial. Und: die Vermarktung des Contents ist hier auch noch nicht mit einkalkuliert, d.h. wir brauchen für die Kampagnenlaufzeit abhängig vom Angebot bzw. dem Wettbewerbsumfeld noch Budget für Facebook-Ads, das google Suchnetzwerk, möglicherweise das GDN (google Display Netzwerk), für Twitter-Ads und sonstige Paid-Kanäle. Auch hier können wir als Exempel einfach mal 2.000,- Euro pro Kampagne über alle alle Kanäle in den Raum stellen (das kann natürlich sehr stark nach oben abweichen und ist sehr moderat angesetzt). Bei 4 Kampagnen pro Monat summiert sich das nötige Werbebudget auch auf stattliche 8.000,- Euro und inklusive Contenterstellung und Kampagnensetup sind wir dann auch bei Gesamtkosten von 15.000,- Euro pro Monat.

Fazit zum Artikel – Was kostet Content Marketing

Content Marketing kostet Geld, soviel sollte an dieser Stelle klar sein. Content Marketing ist keine Einmal-Aktion, sondern sollte in nachhaltig ausgelegtem Kampagnendenken strategisch organisiert sein. Nur wer seine Kampagnen transparent messbar macht, wird am Ende des Tages kontinuierlich besser werden und kann den möglichen hohen Kosten einen konkreten positiven ROI gegenüber stellen. Pauschalaussagen kann man nicht guten Gewissens tätigen und wenn Agenturen auf die erste Anfrage direkt ein Angebot schicken sollte man als Kunde stutzig werden, denn dann kommt in der Regel auch nur “Content Marketing von der Stange” mit wenig Mehrwert für den Besucher und noch weniger Erfolgsaussichten für das Unternehmen.

rel-noopener-seo

SEO & rel noopener

Unser daily business ist Content Marketing, aber in vielen Fällen tatsächlich mit Schwerpunkt SEO. Daher erreichen uns täglich sehr interessante Fragen, denen wir dann auf den Grund gehen. In einem aktuellen Kundenprojekt spielt das Thema Linkearning im Rahmen der Content Marketing Ziele eine wichtige Rolle.

Und genau hier kam die aktuelle Frage auf: wie wirken sich Links aus, die mit dem Zusatz rel=”noopener” versehen sind?

Die SEO-affinen Leser wissen sicher, dass Google sich wünscht, dass Webmaster Links mit dem Zusatz rel=”nofollow” kennzeichnen, sobald der digitale Verweis auch nur ansatzweise werblich ist. Der NOFOLLOW-Zusatz ist daher deutlich bekannter als die NOOPENER-Kennzeichnung, weshalb oft nicht mal Webdesigner so genau wissen, warum man rel=”noopener” einsetzen kann und sollte.

Es gibt zahlreiche andere Code-Varianten, um neue Browsertabs zu öffnen, wie z.B. diese:

NOOPENER – Warum?

Der Zusatz NOOPENER wird nur in Zusammenhang mit target=”_blank” verwendet, weil sich genau hier eine Sicherheitslücke befindet, die man damit recht einfach absichern kann. Werden neue Seiten in einem neuen Browserfenster geöffnet, dann kann die Ziel-URL im neuen Tab den Mutter-Tab technisch ändern.

Aus der parent-URL index.html könnte dann index.html#hacked werden, oder im worst case könnte über einen Redirect sogar auf eine Phishing-URL weiter geleitet werden.

Hier eine ziemlich gute Erklärung der technischen Abläufe: https://mathiasbynens.github.io/rel-noopener/

NOOPENER Auswirkungen auf SEO

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie sich der noopener-Zusatz aus der SEO-Perspektive beurteilen lässt. In der aktuellen oben angesprochenen Kampagne wird das Linkwachstum auf täglicher Basis analysiert und hier ist bei der Detailansicht der Links ein (sehr starker) natürlicher Verweis aufgefallen, der aber mit noopener in einem neuen Fenster geöffnet wird (target=”_blank”).

Daraufhin haben wir uns schlau gemacht und auf die Suche begeben: die gute Nachricht ist, dass Google in Gestalt von Sprecher John Müller bestätigt hat, dass noopener-Links vom Crawler ganz regulär verfolgt werden.

Die schlechte Nachricht: konkrete Tests dazu gibt es aktuell nicht, d.h. wir müssen John Müller bzw. seiner Aussage Glauben schenken.

Wer sich selber noch etwas schlau lesen möchte zu diesem Thema, dem legen wir folgende Quellen ans Herz:

Links absichern mit rel=“noopener“

https://www.searchcandy.uk/seo/does-adding-relnoopener-noreferrer-to-a-link-affect-seo/

https://stackoverflow.com/questions/45549922/open-link-in-new-window-without-window-opener-reference

https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/HTML/Link_types