Sandstrandseo

Sandstrandseo – SEO Contest

Seit kurzem gibt es einen neuen SEO Contest: wer zu einem bestimmten Datum für das Keyword Sandstrandseo auf Platz 1 rankt kann tolle Preise gewinnen. Als Hauptpreis winkt ein Entspannungsurlaub am Strand im Wert von 12.000,- Euro, so der Veranstalter. Die Suchmaschinenoptimierer jubeln und haben sich bereits zahlreich ans Werk gemacht. Aktuell findet man im Google Index bereits knapp 3.000 Dokumente für den Suchbegriff Sandstrandseo.

Sandstrandseo Videos

Laut Contest-Reglement ist es egal mit welchem Format man rankt und ob es dann am Ende des Tages eine Universal Search Integration ist, der der SEO besetzt hat. Deshalb kursieren neben zahlreichen Textdokumenten auch bereits einige Sandstrandseo Videos. So abwegig ist das im Übrigen auch nicht, denn im Kontext Sandstrand geht es immer auch um Urlaub und Reisen. Warum also nicht ein Urlaubsvideo vom Sandstrand veröffentlichen. Google mag das sicher und belohnt den Sandstrandseo dann mit Top-Rankings.

Wortanalyse zum Sandstrandseo Contest

Solche Contests sind eigentlich total veraltet und heutzutage lassen sich daraus so gut wie keine neuen Schlüsse und Erkenntnisse zum Thema Suchmaschinenoptimierung ziehen. Trotzdem ist es interessant eine Wortanalyse zum Thema Sandstrandseo zu machen. Wir haben uns mal angeschaut was die Contest-Teilnehmer so schreiben:

So sieht die Zusammenstellung der Top 10 für den Suchbegriff Sandstrandseo aus:

aktuell ranken 2 Videos für den Begriff Sandstrandseo vorne

Wortanalyse Download

Du kannst Dir die Sandstrandseo Analyse hier kostenlos herunterladen:

Sandstrandseo Contest Anmeldung

Die Teilnahme am Sandstrandseo 2020 Contest ist gratis, allerdings müssen sich die Teilnehmer zunächst anmelden. Egal ob Oneman-Show oder Agentur, ohne vorherige Registrierung ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wir machen übrigens nicht mit: das wäre unfair und wir möchten anderen SEOs auch die Chance bieten selbst mal einen Contest zu gewinnen.

Sandstrandseo SEO Quiz

Ob Du echte Chancen hast, diesen Contest zu gewinnen, kannst Du vorab schon mal bei diesem Quiz herausfinden:

Wir sind gespannt, wer die Preise abräumen wird und dann vielleicht tatsächlich am Strand entspannen kann. Viel Erfolg!

SEO 2020 – das sollte in Deiner Strategie nicht fehlen

Ein Zwölftel des aktuellen Jahres sind bereits wieder verstrichen, aber Du hast noch 11 Monate vor Dir, um Deine SEO-Strategie zum Fliegen zu bringen und Top-Rankings zu erzielen. SEO hat sich verändert: Es reicht schon lange nicht mehr einfach nur keyword-optimierte Inhalte auf einer URL zu publizieren und dann im Anschluss ein paar digitale Empfehlungen in Form von Links darauf zu setzen. Es gibt nach wie vor hunderte von Rankingfaktoren, die für Dein Projekt wichtig sein können. Deshalb solltest Du Deine begrenzten Ressourcen bündeln und Dich auf einige wichtige Optimierungsansätze fokussieren. Und wir sagen Dir in diesem Artikel, welche das sein könnten.

1. Suchintentionen erkennen und bedienen


Suchintention optimieren

Google hat ein sehr wichtiges Anliegen, um nicht zu sagen DAS Anliegen schlechthin: Der Suchriese möchte seinen Nutzern das bestmögliche Ergebnis (und Erlebnis) liefern. Das bedeutet, dass die Suchmaschine eigentlich nur Ergebnisse listen möchte, die dem Suchenden weiterhelfen und zu möglichst 100% die Suchintention und Erwartungshaltung befriedigen.

Das ist sogar für Google nicht ganz einfach und trivial, denn um entsprechende Dokumente diesbezüglich bewerten zu können, muss auch für Google zunächst einmal klar sein, welche Absicht hinter einer Query steckt. Das funktioniert nach wie vor nicht perfekt, aber die Jungs aus Mountain View, bzw. deren künstliche und selbstlernenden Intelligenzen werden immer besser. Sie lernen automatisch mittels schier unendlicher Menge an Datenpunkten, die die Suchmaschinennutzer und Webseitenbesucher hinterlassen.

Du solltest also unbedingt prüfen, ob Dein Content mögliche Suchintentionen matcht. Diese Aufgabe ist tatsächlich eine der größeren Herausforderungen an SEOs, denn es gibt zwar Tools, die einem die Arbeit erleichtern, aber ohne Hirnschmalz und Handarbeit sind diese meist nutzlos. Sie helfen vielleicht bei der Klassifizierung von keywordrelevanten Suchintentionen, aber am Ende dieses Optimierungschritts steht redaktionelle Arbeit, die bisher kein Tool übernehmen kann.

Hier mal einige Tipps, wie man an diesen SEO-Job möglichst effizient herangehen kann.

  1. Vorabanalyse mit der SISTRIX Toolbox:
    SISTRIX hat bereits im August 2019 eine Möglichkeit geschaffen, das eigene Keywordset hinsichtlich der Suchintention zu analysieren und zeigt für die bereits bestehenden Rankings die entsprechenden “Erwartungen” der Nutzer an. Wichtig: das sind Tendenzen und statistische Werte, die man am Ende wie immer hinterfragen muss. Trotzdem ein recht einfacher Ansatz, um einen schnellen Überblick zu bekommen. Was uns sehr gut gefällt: Das Tool gliedert recht granular in 5 verschiedene Intentionen.

    Suchintention mit SISTRIX analysieren

  2. Vorabanalyse mit Metrics.Tools:
    Auch der Anbieter Metrics.Tools liefert mittlerweile recht gute Daten zur Suchintention und stellt diese auch direkt in den Keywordlisten übersichtlich bereit. Allerdings stellt Betreiber Andreas Knatz mit “Do”, “Visit” und “Know” nur 3 unterschiedliche Intentionen dar. Und auch hier sollte man die Daten hinterfragen und mit etwas Logik händisch bewerten. Als Beispiel: für die Query “Kredit Restschuld berechnen” bekommen wir hier eine Klassifikation der Intention mit “Know”. Das passt aber nicht, denn der User möchte mit Sicherheit etwas tun und seine Restschuld “berechnen”.

    Suchintention mit Metrics.Tools analysieren

    Ähnliche Fehler finden sich aber in allen Tools und zeigen, dass es tatsächlich nicht so einfach ist, die korrekte Suchintention automatisiert zu bestimmen. Wir erinnern uns an Standardbeispiele wie “Bank”: es ist unklar, ob ein Kreditinstitut oder eine Sitzgelegenheit gesucht wird. Das ergibt eine statistische Unschärfe, die dann zu solchen Resultaten führen kann. Aber auch hier wird Google immer besser und zieht dann weitere Randdaten, wie z.B. die User-Historie hinzu. Hat ein Nutzer zuvor häufig nach “Kredit” gesucht, liegt es nahe, dass die Query “Bank” zu einem Kreditinstitut oder zumindest zu einer Vergleichsseite für Banken führen sollte. Besteht die Suchhistorie eher aus Begriffen rund um Garten, Terrasse oder Möbel, dann wäre die “Bank” im Sinne einer Sitzgelegenheit das bessere und vermutlich gewünschte Ergebnis.

Wenn man jetzt eine entsprechende Übersicht geschaffen hat, macht es Sinn, auch händisch ein kleines SERP-Screening zu machen. Dazu solltest Du Dir für das entsprechende Keyword einfach ansehen, was die Mitbewerber auf SERP1 contentseitig anbieten und deren Inhalte auf eine Erfüllung der Suchintention analysieren, denn oftmals gibt es dort eben “sowohl als auch”-Inhalte. Also Inhalte, die Know, Do und/oder Visit-Intentionen erfüllen.

Jetzt musst Du für Dein Projekt herausfinden, wo es hapert: stellst Du für eine Know-Query ausreichend Informationen zur Verfügung? Oder hast Du für eine Do-Query keine CTA-Elemente (oder nur informativen Content)? Hier die richtige Entscheidung zu treffen ist nicht immer ganz einfach. Manchmal musst Du vielleicht auch einfach den Weg Richtung “Holistik” gehen und alle Intentionen auf einer URL matchen.

Kleiner Tipp und Hinweis: es kann Sinn machen pro Suchintention separate Landingpages zu bauen, allerdings kann es dann auch vorkommen, dass Du Dir unerwünschten Keyword-Kannibalismus ins Haus holst! Das sehen wir leider sehr häufig, vor allem dann, wenn verstärkt der Longtail beackert wird.

Es ist übrigens anzuraten, die Darstellung und den Aufbau der SERPs laufend im Auge zu behalten, weil Google selber sehr viel testet und immer mal wieder neue Anzeigevarianten ausrollt. Ein schönes Beispiel dafür sind die sogenannten Query-Karussells, die vor allem in den USA schon häufiger gesichtet wurden. Hier ein Beispiel, das Brodie Clark auf Twitter geteilt hat:

Google Query Karussell

Bei der Suche nach einem roten Iphone 11 wurde hier in einer local-search deutlich, wo Google vielleicht hin möchte: neben einem konkreten Produktangebot, sind noch Q&A und eine Rezension in dem Query-Karussell zu finden. Ein möglicher Erklärungsversuch: die Suchmaschine kann eben doch noch nicht genau einschätzen, was die Suchintention ist, oder es gibt keinen deutlichen Trend. D.h. der selbstlernende Algorithmus hat trotz der vielen Daten kein wirklich eindeutiges Muster finden können.

Es gibt also vermutlich anteilig genau so viele transaktionale, navigationale und informationale Querys. Das Problem dabei: das kann (und wird) sich im Laufe der Zeit ändern und Google darf hier nicht statisch werden. Es ist logisch, dass gerade bei Produkteinführungen (z.B. iPhone 11) sehr viele Fragen und Vergleichsanfragen entstehen. Sobald der erste Informationsbedarf gedeckt ist, kann die Art der Querys verstärkt in Richtung transaktional kippen. Das bedeutet für Dich: vielleicht rankst Du mit Deinem Ratgeber zunächst richtig gut, wirst aber nach und nach von anderen Kaufangeboten und Warenkörben abgelöst.

Und: das wirst Du im Verlauf des Artikel noch häufiger lesen, Du kannst das nicht alleine stemmen. Deine Optimierungsvorschläge müssen von anderen Fachbereichen und Abteilungen mitgetragen und vor allem umgesetzt werden.

2. Achte auf die Usability



Stell Dir vor Du rankst für wichtige Keywords auf prominenten Positionen und hast Dir sogar die Mühe gemacht Schritt 1. zu beachten. Dein Content matcht die Suchintention ziemlich gut, aber die Usability Deiner Seite ist einfach schlecht! Dann wirst Du über kurz oder lang sehr wahrscheinlich auch in den Suchergebnissen immer weiter abrutschen. Du probierst dann vermutlich noch eine Weile das bevorstehende Desaster mit frischen Links zu kompensieren, aber irgendwann zieht auch das nicht mehr.

Dann ist es an der Zeit, endlich auch das ganze Thema “Benutzbarkeit” in Deine SEO Strategie für 2020 einfließen zu lassen. Und auch das ist leider echt viel Arbeit und nicht “mal eben” erledigt. Die gute Nachricht: es ist ein schöner Hebel und wir wagen mal die Prognose, dass dieser Hebel auch in Zukunft größer werden wird.

Wie aber geht man dieses Thema denn überhaupt erst an?
Im Prinzip ist es recht einfach: es geht wie so oft um Daten! Du musst Dir ein Datenmodell bauen, an dem Du ablesen kannst, wie gut Deine Webseite “bedient” werden kann. Das beginnt mit recht übersichtlichen und einfachen Themen wie Ladezeiten (dazu später noch mehr), denn wenn die Landingpage oder nachgelagerte (interaktive) Elemente nur sehr langsam sind, dann leidet das Benutzer-Erlebnis. Eigentlich ein alter Hut, aber nach wie vor oft unterschätzt und vernachlässigt.

Neben PageSpeed gibt es aber noch zahlreiche andere Ansatzpunkte das Nutzererlebnis und damit die Usability zu optimieren. Nutzung und Anordnung von Bildern, Buttons und Texten. Aufbau von Navigationstrukturen, Einsatz von Filtermöglichkeiten, Registrier- und Checkout-Prozesse etc. Jede Menge Ansätze, die man mittels sauberem A/B/N-Testing immer und immer wieder verifizieren und validieren sollte. Dafür gibt es zahlreiche Tools, aber auch hier zählt am Ende des Tages erstmal jede Menge Hirnschmalz. Du musst lernen Hypothesen aufzustellen und diese dann auf Deiner Webseite entsprechend darstellen können. Die Tools nutzt Du dann zur Erfolgsmessung und kannst dann verschieden Ansätze datenbasiert vergleichen. Wichtig: A/B-Testing ist gut, multivariate Tests zeigen Dir aber noch viel mehr Daten und Optimierungsansätze auf.

Es gibt hier jede Menge Anbieter auf dem Markt, teils kostenfrei, teils kostenpflichtig. Wer sich einlesen möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen: https://www.springer.com/de/book/9781484238660

Usability Optimierung zahlt sich aus! Aber Vorsicht: zu viele, zu häufige und für Google sichtbare Änderungen an indexierbaren Dokumenten können schnell zu Rankingverlusten führen! Deshalb am besten mit Paid-Traffic testen (auf via robots.txt für Google gesperrten URLs, die zusätzlich mit meta-robots=noindex,nofollow oder entsprechenden http-headern gekennzeichnet sind), oder sauber redirecten/cloaken. Denn auch hier kann es Hürden geben, weil sich Paid-Traffic häufig im Verhalten von organischen Besuchern unterscheidet.

Fakt ist: eine bessere Usability führt zu einer besser UserExperience! Diese führt in der Regel zu besseren Signalen: höhere Aufenthaltsdauer, mehr interne weiterführende Klicks, mehr Conversions. Das wird dazu führen, dass Google Dich als “wertvolles” Suchergebnis ansieht und besser aber vor allem stabiler ranken wird.

Kein einfacher Weg, der vor allem eine entsprechende Akzeptanz von SEO innerhalb des Unternehmens erfordert, denn Du kannst diesen Weg nicht alleine bestreiten: Du bist auf die Mithilfe Deiner Kollegen aus der Grafik, aus der IT und dem redaktionellen Umfeld angewiesen. Und nicht zuletzt muss Dein Chef die Budgets dafür natürlich auch freigeben.

3. Pagespeed – Ladezeiten im Griff

Pagespeed Optimierung

Ja, Du hast es vermutlich schon tausende Male gehört in den letzten Jahren: optimiere Deine Ladezeiten! Jede (Milli)Sekunde zählt im wahrsten Sinne des Wortes. Und das nicht nur, weil Deine Conversionrate mit jeder Millisekunde steigt, die Deine Webseite schneller lädt. Nein, auch weil Google Dein Projekt besser und stabiler ranken wird. Zumindest meistens! Es gibt tatsächlich Themen und Bereiche, da spielt die Geschwindigkeit gar keine große Rolle. Oftmals sind das Projekte, bei denen der Hauptanteil Desktop-Traffic ist. Aber selbst da würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, dass das ewig so bleibt.

Fakt ist, der Anteil an mobilem Traffic steigt weiter und wird weiter steigen. Und wie im Intro erwähnt, möchte Google das beste Suchergebnis liefern, inhaltlich aber eben auch bezüglich der Experience. Und da spielt die Ladezeit eben die erste Geige.

Der Ansatz ist relativ einfach: Installiere Dir z.B. diese Chrome-Plugin: https://chrome.google.com/webstore/detail/lighthouse/blipmdconlkpinefehnmjammfjpmpbjk?hl=de
Und dann analysiere Deine Seite damit. Google sagt Dir echt deutlich, wo die Optimierungsansätze liegen und welche das größe (zeitliche) Einsparpotential haben.

So einfach? Nein. der etwas kompliziertere Part kommt im Anschluss: Du musst das alles technisch auch umsetzen (können). Neben Skills oder IT-Ressourcen erfordert das auch wieder Zeit und damit eben Budget.

Pagespeed Analyse

Und noch etwas am Rande: in allen Bereich 100 von 100 Punkten zu erreichen, schaffen die allerwenigsten Webseiten. Setze Dir realistische Ziele und orientiere Dich am Wettbewerb: manchmal reicht es schon, einfach etwas schneller zu sein!

4. KVP – kontinuierlicher Verbesserungsprozess

kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Webseiten und digitale Dokumente sind leider nie wirklich fertig optimiert. Zum einen ändert Google ständig und fast schon in Echtzeit die Art und Weise, wie Dokumente bewertet und gerankt werden. Heute noch auf Platz 1 und morgen vielleicht schon auf 5? Kommt durchaus und häufig vor. Oder plötzlich gibt es für eine Query eine Antwortbox oder sonstige Universal Search Integrationen (Local Packs, Videos, Shopping Ads, oder ein News Karussell, weil gerade eine Nachrichtenlage entstanden ist). Dein Platz 1 verliert plötzlich an Bedeutung, weil andere Inhalte über Dir ranken. Zum anderen schläft der Wettbewerb meistens auch nicht, d.h. Du kannst über Nacht wertvolle Positionen an Deinen Konkurrent verlieren.

Deshalb solltest Du immer am Ball bleiben und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Unternehmen etablieren. Das beginnt beim täglichen Positionsmonitoring und erstreckt sich über mögliche Maßnahmenpakete, sollte der Ranking-Ernstfall eintreten.

Aber auch für die Optimierung von Problem- oder Schwellenkeywords eignet sich dieser Prozess hervorragend. Wenn Du im Vorfeld für klare Prozesse sorgst, fällt es später leichter entsprechend schnell zu reagieren.

Klingt wie immer logisch und einfach, ist es aber erfahrungsgemäß in der Praxis eher nicht, denn auch hier sind wie immer die Kollegen und ihre Mitarbeit gefordert. Sorge also dafür, dass Du alle Beteiligten mit dem KVP vertraut machst und erkläre warum das sehr wichtig ist!

5. Content-Asset-Management

Content Assets pflegen

Klingt nach Börse und Aktien? Hat damit aber nichts zu tun: es geht primär darum die wertvollsten Inhalte innerhalb Deines Projekts zu lokalisieren, zu pflegen und vor allem zu priorisieren. Du wirst erstaunt sein, wie viele URLs Du vermutlich auch in Deinem Projekt findest, die keinen einzigen Besucher haben, oder über einen längeren Zeitraum nur eine handvoll Traffic bekommen. Diese Inhalte solltest Du ganz genau analysieren. Exzellente Inhalte bleiben und werden ausgebaut, beim Rest wird geprüft, ob gelöscht werden kann.

Das hat viele Vorteile: So fokussierst Du Dich auf die Umsatz- und Reichweitenbringer, ohne Ressourcen für nicht-performante Inhalte zu verschwenden. Und auch der Google-Algorithmus wird es honorieren, denn Du sparst nicht nur Crawlingbudget, sondern kanalisierst auch den eingehenden Linkjuice auf weniger Dokumente.

Dieser Ansatz ist recht einfach umzusetzen, denn die Zugriffszahlen hast Du vermutlich historisch bereits vorliegen. Du kannst sie z.B. über die Google-Search-Console ziehen, oder Deinen URL-Bestand mit den internen Logfiles abgleichen. Alle Zero-Klicks-URLs landen in einer Liste und werden sukzessive aussortiert. Je nach Größe der Webseite können das ganz schnell tausende oder zehntausende URLs sein.

Google hat ja bereits vor einigen Jahren das erste “Panda-Update” gefahren. Dabei ging es primär darum sogenannten “thin Content” zu finden und die Webseiten dann (meist URL-basiert) schlechter zu ranken oder komplett aus dem Index zu kicken. In SEO-Kreisen hat sich dann recht schnell der Begriff “Panda-Diät” breit gemacht, der letztendlich den Ansatz des Content-Asset-Managements beschreibt, um Crawling Budget einzusparen und Linkjuice zu kanalisieren.

Das Erstellen der Liste mit löschenswürdigen URLs und Inhalten ist wirklich einfach. Aber vermutlich ahnst Du es schon: es wird am Ende des Tages doch wieder eine eher schwierige Entscheidung, weil es möglicherweise technisch nicht ganz einfach wird (weil Du vielleicht in Deinem CMS keine Möglichkeit hast, manuell Redirects zu setzen) und weil es möglicherweise Stakeholder gibt, die sich vehement dagegen wehren, dass Du deren hart erarbeitete Inhalte “einfach so” löschen möchtest.

Aber bleib dran: das Entschlacken der Webseite bewirkt Wunder!

6. Klasse statt Masse



Wie unter Punkt 5 bereits erwähnt: es geht um Content-Excellence! Masse hat früher gut funktioniert, aber die Zeiten sind leider (in den meisten Bereichen) vorbei. Wenn Du etwas Budget für Content hast, dann stecke lieber 3.000,- Euro in eine neue optimierte Landingpage bzw. in entsprechende Inhalte und Formate. Es muss nicht immer nur Text sein: lass eine schicke Infografik oder ein Erklärvideo dazu bauen und versuche den besten Content zu dem Thema zu kreieren. Immer entlang möglicher Suchintentionen versteht sich!

Du kannst mit Content von irgendwelchen Crowdsourcing-Plattformen Glück haben, am Ende des Tages sagt die Erfahrung aber etwas anderes. Und Experten kosten Geld! Das war auch schon vor der Entstehung des Internets so. Investiere in den besten Content und Google wird das in den meisten Fällen auch entsprechend mit besseren bzw. guten Rankings honorieren.

Versuche herauszufinden, was es am Markt bereits gibt und wo mögliche Contentlücken sind, die Du füllen kannst. Wenn Du den Content selber eher mittelmäßig und langweilig findest, dann stelle ihn nicht online!

Klingt einfach, ist es aber wie gehabt nicht: Du musst alle Beteiligten ins SEO-Boot holen und ihnen genau das erklären! Du musst vermutlich rechtfertigen, warum Du gerade 3.000,- Euro für eine neue URL und den Content ausgegeben hast und erklären, warum es ein Fehler war mit dieser Summe früher den 10-fachen Output zu schaffen. Das ist mühsam, zahlt ich aber langfristig immer aus.

7. Kickoff- und Launch-Budget

Kickoff Budget

Guter Content ist super, aber nur dann, wenn er wahrgenommen wird. Der Ottonormal-User da draußen ist einer permanenten Content- und Werbeflut ausgesetzt und hat vor allem höchstwahrscheinlich nicht gerade auf Dich und Deinen neuen Content gewartet. Es macht daher Sinn, für jeden neuen Content ein entsprechendes Kickoff-Budget bereit zu stellen.

Natürlich hast Du den Content optimiert und selbstverständlich soll die neue URL auch irgendwann (so schnell wie möglich) Top-Rankings bekommen, aber das dauert vor allem bei hart umkämpften Keywords etwas länger. Deswegen ist es wichtig schon vorab Aufmerksamkeit zu schaffen und statt auf Pull-Kanäle und Inbound-Resultate auch auf Push-Maßnahmen z.B. via Facebook zu setzen. Das gilt insbesondere für SEO-Kampagnen, die auf Linkearning abzielen: ein potentieller Linkgeber wird Deine Seite erst dann empfehlen, wenn er sie vorher besucht hat! Und möglicherweise erreichst Du denjenigen schon vorab über Twitter, Facebook oder andere Kanäle.

Klingt logisch und einfach? Klar, wie gehabt, aber Du brauchst eben das nötige Budget und vor allem die Kollegen und den Support aus der Social-Media-Abteilung, um den Kickoff auf die digitale Straße zu bekommen.

8. Veränderungen überwachen



Bereits kleine Änderungen können unter Umständen einen großen Impact auf die Rankings der kompletten Webseite haben. Leider in beide Richtungen! Deshalb solltest Du jegliche Änderungen, die auf Deinem Projekt passieren, immer im Auge haben! Das trifft vor allem für große Projekte zu, an denen viele Menschen (parallel) mitwirken oder unterschiedliche Fachbereiche am Content arbeiten.

Das Monitoring ist nicht ganz trivial und erfordert sehr viel Abstimmungsarbeit und ein ganzheitliches Bewusstsein für SEO. Es ist dringend erforderlich, dass alle Abteilungen auf dem selben Stand sind in Sachen SEO. Und wenn das nur schwer möglich ist, dann sollten alle Änderungen zumindest vorher über Deinen Tisch gehen, damit Du sie freigeben kannst. Aber auch das ist in vielen Fällen auf Grund der schieren Masse an neuem Content und/oder online-Kampagnen meist nicht mehr von einer Person zu stemmen.

Am besten ist es natürlich, immer proaktiv von vorne herein alles optimal zu gestalten. Aber das ist im real-life leider Utopie!

Und deshalb brauchst Du Prozesse, Ansätze und Tools, die Dir ein Change-Management oder zumindest Change-Monitoring ermöglichen. Dafür gibt es bereits einige Tools am Markt, aber wir möchten eines ganz besonders empfehlen: Unsere Brand-Namensvetter aus den Niederlanden (die wir übrigens mittlerweile persönlich kennen und schätzen, Grüße an Steven und Vincent) haben eine hervorragende SAAS-Lösung genau dafür entwickelt: contentkingapp.com .

Ihr könnt diese Lösung übrigens kostenlos testen. Aber Vorsicht: das Ding ist richtig umfangreich und hat großes Suchtpotential! Aber Du wirst dann einfach alle Änderungen auf Deiner Webseite tracken können und ganz tiefe und neue Einblicke bekommen.

Achja, falls Du wissen möchtest was Deine Wettbewerber so laufend an ihrer Seite optimieren: auch dafür kannst Du das Tool nutzen!

SEO 2020 – auf den Punkt

Einer der ausschlaggebenden Faktoren für diesen Artikel war die Tatsache, dass regelmäßig im Dezember die SEO Ausblicke für das nächste Kalenderjahr erscheinen. Alle zum selben Zeitpunkt! Aus Content Marketing-Sicht einerseits klar, weil sich Seitenbetreiber und SEOs gut vorbereiten möchten und zu diesem Zeitpunkt eine erhöhte Aufmerksamkeitsspanne herrscht. Andererseits aus der Vermarktungsperspektive suboptimal, weil zu viel Content zu diesem Thema auf einmal erscheint und den Leser überfordert. Deshalb hatten wir im Dezember beschlossen, zwar auch etwas zum Thema SEO 2020 zu schreiben, aber eben später! Und bei der Recherche wurde dann sehr schnell deutlich, dass eigentlich niemand über “Schnittstellenproblematik” und die prozessuale Verankerung von SEO im Unternehmen gebloggt hatte.

Wenn Du 2020 erfolgreiches SEO machen willst, dann brauchst Du nicht den einen Super-Ranking-Trick, sondern zunächst einmal eine entsprechende Akzeptanz an den erforderlichen Stellen im Unternehmen. SEO ist schon lange keine Disziplin für Einzelkämpfer mehr, sondern erfordert synergetisch getriebene Zusammenarbeit und Koordination zwischen vielen einzelnen Fachbereichen in den Unternehmen. Ja, es gibt viele hilfreiche Tipps für erfolgreiches SEO 2020, aber eben immer nur bezüglich der Rankingfaktoren. Um aber erfolgreich ein Rankingkriterium zu optimieren, braucht man nicht nur das Wissen, sondern auch die Möglichkeiten, Ressourcen, Akzeptanz und Budget.

Und das ist aus unserer Sicht einer der wichtigsten Punkte, die wir Dir auf den Weg mitgeben wollen: es gibt viele Rankingkriterien und kleine oder größere Baustellen! Aber bevor Du losläufst in Deiner Mission für bessere Rankings, hole Deine Kollegen ab und nimm sie mit auf die Reise! Ohne sie wirst Du es nicht schaffen. Oder eben nur sehr langsam.

Hier mal noch eine kleine aber feine Liste mit weiteren Artikeln zum Thema SEO 2020:

  • https://blog.searchmetrics.com/de/seo-trends-2020/
  • https://www.sistrix.de/news/seo-2020-google-wird-dein-wettbewerber/
  • https://www.searchenginejournal.com/2020-seo-trends/338697/

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